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Der nächste Coup: Parität in den Parlamenten

Der nächste Coup: Parität in den Parlamenten

Vor hundert Jahren durften Frauen in Deutschland das erste Mal wählen. Es war ein Meilenstein im Kampf um Gleichberechtigung. Zum Jahrestag fordern Verbände wie der Deutsche Frauenrat oder der Deutsche Juristinnenbund mehr: sie wollen die gleichberechtigte Teilhabe an der Macht.

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Freitag, 18. Januar 2019

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Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

Land­wirt­schaft ist größter Luft­ver­schmut­zer, Tiere leiden unter Schnee­mas­sen und ein Speiseplan, der die Erde retten könnte

Liebe Leserinnen und Leser,

dass die Erde keine Scheibe ist, ist hinlänglich bewiesen. Aber eine gewisse Scheiben-Faszination scheint man manchem Erdenbürger nicht auszutreiben zu können: So starren die Bewohner der kleinen Stadt Westbrook im US-Bundesstaat Maine in diesen Tagen gebannt auf das, was da in ihrem Fluss schwimmt: eine riesige, nahezu perfekt kreisrunde Eisscheibe. Eine ähnliche stadtweite Begeisterung habe es zuletzt 2016 gegeben, notiert die Lokalpresse: Damals war im Fluss eine riesige Schlange dabei beobachtet worden, wie sie einen Biber verschlang. Wissenschaftlern zufolge ist das Phänomen der Eisscheibe im Übrigen „völlig natürlich“. Bevor Sie nun denken „typisch, crazy Americans!“  – ein 20-sekündiger Clip zur überdimensionierten Eis-CD war auch schon auf der Seite von ZDF-heute unter den meistgesehenen Videos. Falls Sie nun doch mal einen Blick darauf werfen wollen – dann hier entlang.

Auf unserer eigenen Seite dreht sich alles ums Thema Frauenwahlrecht: Vor hundert Jahren durften Frauen in Deutschland das erste Mal wählen. Zum Jahrestag fordern Verbände wie der Deutsche Frauenrat oder der Deutsche Juristinnenbund mehr: Sie wollen die gleichberechtigte Teilhabe an der Macht.

Wir rotieren am Montag wieder für Sie. Ein schönes Wochenende – und bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Studie: Landwirtschaft hauptverantwortlich für Feinstaub

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In Deutschland sterben pro Jahr nahezu 120.000 Menschen vorzeitig durch Feinstaub – fast doppelt so viele wie bislang angenommen. Das besagt eine bisher unveröffentlichte Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie. Damit ist Feinstaub für etwa ebenso viele vorzeitige Todesfälle verant­wort­lich wie das Rauchen. Als Hauptverursacher des Problems mit 45 Prozent benennt die Studie die Landwirtschaft, und hier vor allem die Massentierhaltung. Der Grund: Ammoniak-Ausgasungen aus Gülle verbinden sich in der Atmosphäre mit anderen Gasen und werden zu Feinstaub. Luftmessstationen in ländlichen Regionen verzeichnen regelmäßig höhere Feinstaubwerte als Messungen in Groß­­städten. Der Deutsche Bauernverband betont, man sei intensiv bemüht, die Ammoniak-Emissionen zu reduzieren. Die Zahlen der neuen Studie – die auf einer sehr viel umfassenderen Datengrundlage basiert als bisherige Untersuchungen – bestreitet man jedoch. Die Tagesschau berichtet.

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Alle Klimaziele sind noch erreichbar – wenn wir wollen

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Selbst die ambitioniertesten weltweiten Ziele zum Schutz des Klimas sind noch umsetzbar. Das ist die Aussage einer Studie, die jetzt im Fachmagazin Nature Communica­tions veröffentlicht wurde. Demnach könnte die globale Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts sogar noch auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau begrenzt werden – wenn ab sofort mit dem schritt­weisen Abbau fossiler Infrastruktur, dem sogenannten Phase Out, begonnen werden würde. Das bedeutet: Alle Kraftwerke, Fabriken, Flugzeuge und Autos müssten nach Ablauf ihrer Lebensdauer durch emissionsfreie Alternativen ersetzt werden. Wie die Wissenschaftler der University of Leeds selbst schreiben, gibt es allerdings Einschränkungen bei der Aussagekraft ihrer Untersuchung. Für die Landwirtschaft gehen sie beispielsweise davon aus, dass innerhalb der kommenden drei Jahre die besonders hohen CO2-Emissionen aus Viehhaltung und Fleischverzehr auf null sinken – eine besonders unrealistische Annahme. Die Studie trifft also in erster Linie eine Aussage über die technische Realisierbarkeit der Klimaziele – und nicht über die Wahrscheinlichkeit, dass die dafür nötigen Maßnahmen auch rasch ergriffen werden. Die Meldung hat Spiegel Online.

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Auch für Tiere ist es zu viel Schnee

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Die Schneemassen der vergangenen Tage setzen dem Wild in den Alpen extrem zu. Wenn schon ausgewachsene Hirsche eingeschneit werden, mag man sich kaum ausmalen, wie viele Rehe und Raufußhühner im meterhohen Schnee gefangen sind und zugrunde gehen. Der bayerische Jagdverband hat nun die Luftwaffe um Hilfe gebeten: Hubschrauber sollen Heuballen in entlegene Gebiete bringen. „Unsere Hirsche und Rehe sind Wiederkäuer“, erklärt der Biologe und Verbands­sprecher Thomas Schreder, „wenn die nicht regelmäßig Nahrung bekommen, übersäuert der Pansen und sie sterben einen qualvollen Tod.“ Jäger und Tierschützer streiten indes, ob es Sinn macht, eingeschneites Wild auszugraben. Tierschützer argumentieren, Hirsche und Rehe hätten seit Jahrtausenden auch ohne menschliche Hilfe überlebt. Jäger sprechen von völlig neuen Extremwetterlagen durch das veränderte Klima. Mehr zum Thema bei der SZ.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Nachhaltige Ernährung: Ein Speiseplan, der die Erde retten könnte

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Wie viel wiegt eigentlich ein Ei? Oder anders gefragt: Wie viel Ei sind 13 Gramm? Diese Menge soll­ten alle Menschen der Welt täglich zu sich nehmen, um gesund zu bleiben und die Umwelt zu schonen. Dazu 50 Gramm Nüsse, 75 Gramm Hülsenfrüchte, 28 Gramm Fisch, 14 Gramm rotes Fleisch, 29 Gramm Hühnchen, 250 Gramm Milchprodukte und 232 Gramm Getreide. Und vor allem: 500 Gramm Obst und Gemüse. Dieser Speiseplan ist das Ergebnis einer groß angelegten Forschungsarbeit des norwegischen Think Tanks EAT in Kooperation mit der medizinischen Fachzeit­schrift The Lancet. Die Autoren fordern einen radikalen und schnellen Wandel bei Landwirtschaft und Ernährung: So müsste beispielsweise der weltweite Verzehr von rotem Fleisch und Zucker um die Hälfte reduziert werden. Zeit Online hat die Hintergründe – und die Antwort auf die Frage, wie viel Ei Sie denn nun täglich essen dürfen. In Deutschland könnte sich schon einmal etwas beim Thema Lebensmittelver­schwen­dung tun: Linken-Chefin Katja Kipping hat jetzt ein „Anti-Wegwerf-Gesetz“ für Supermärkte gefordert. Alles dazu bei ZDF-heute.

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Der Anti-Sweatshop aus Istanbul

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In der Türkei werden viele Textilien produziert, doch die wenigsten Strickereien arbeiten mit Bio-Stoffen und behandeln ihre Mitarbeiter fair. Einige Vorreiter gibt es aber. Sie produzieren auch für deutsche Mode-Labels, die sich auf Nachhaltigkeit spezialisiert haben. Der Deutschlandfunk hat die Istanbuler Stickerei Bera Tekstil besucht. Mahir Yıldırım und sein Partner setzen seit zehn Jahren auf Bio – und sie legen auch immer mehr Wert auf soziale Standards für ihre 65 Mitarbeiter. Ihre Angestell­ten würden nicht nur ordentlich bezahlt, sagt Unternehmenschef Yıldırım, sondern seien auch ord­nungsgemäß angemeldet. „Das bedeutet am Ende vor allem mehr Rente.“ Das Kölner Unterneh­men Armed Angels arbeitet seit einigen Jahren mit Bera Tekstil zusammen – und wirft regelmäßig einen Blick in die Bücher. Mahir Yıldırım gewährt diesen Einblick. Er ist stolz darauf, voraussichtlich Ende dieses Jahres 80 Prozent der Vorgaben des Projekts „Fair Wear“ zu erfüllen.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Darüber sollten wir bei der „10 Year Challenge“ eigentlich reden

Wer in den sozialen Netzwerken aktiv ist, hat sie wahrscheinlich schon gesehen: Posts mit dem Hashtag #10yearschallenge. Mit ihren Fotos zeigen die Teilnehmer, wie sie sich in den vergangenen zehn Jahren verändert haben. Auch viele Prominente machen mit. Zugleich hat sich ein eigener „Trend im Trend“ entwickelt: User posten Bilder, auf denen Veränderungen in der Umwelt zu sehen sind.

Diese Aufnahmen verdeutlichen, wie schlimm es um unser Klima und die Natur steht. Zu sehen sind: weggeschmolzene Eisflächen, abgemagerte Eisbären, absterbende Korallen und Meerestiere, die sich in Plastikmüll verfangen. Das Nachhaltigkeitsportal Utopia dokumentiert die ernsthafte Seite des Social-Media-Hypes.

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Reports / Meinungen / Interviews

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18.Jan 2019

Tierische Aha-Erlebnisse

Tierische Aha-Erlebnisse // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal geht es um Schein und Sein bei sehr großen und sehr kleinen Tieren.

Neues Verpackungsgesetz
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14.Jan 2019

Besser recyceln: Neues Ver­pa­ckungs­ge­setz bietet Anreize für Hersteller

Besser recyceln: Neues Verpackungsgesetz bietet Anreize für Hersteller

Seit Anfang des Jahres gilt ein neues Verpackungsgesetz, am Montag stellte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) die „Zentrale Stelle Verpackungsregister“ vor, die das Gesetz umsetzen soll. Doch nicht nur die Hersteller sind gefragt, auch die Konsumenten können einen Beitrag leisten.  

Global Risk Report
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16.Jan 2019

„Schlaf­wan­delnd in die Ka­ta­stro­phe“

„Schlafwandelnd in die Katastrophe“

Der neueste Risikobericht des Weltwirtschaftsforums liest sich wie ein Horror-Thriller. Demnach geht es an verschiedenen Fronten für die Welt ums Überleben. Hoffnung macht die Organisation nicht.

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12.Jan 2019

Das fängt ja gut an

Das fängt ja gut an // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal hat sie zur Einstimmung auf das noch fast neue Jahr ein paar gute Nachrichten in petto.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.19 Frieden

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Das weltweite Leiden, Töten und Sterben muss ein Ende haben. Wie Frieden statt Krieg möglich ist und was wir Menschen dafür tun können.

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