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Glaubenskrieg überwinden: Bio-Landwirte treffen auf konventionelle Bauern

Glaubenskrieg überwinden: Bio-Landwirte treffen auf konventionelle Bauern

Auf der weltweit größten Agrar-Messe „Grüne Woche“ spricht die Branche über Zukunftsstrategien. Konventionelle und biologische Landwirtschaft haben seit jeher sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Lebensmittel produziert werden sollten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert eine Annäherung.

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Mittwoch, 17. Januar 2018

Daily Navigator: Rekord bei E-Autos, Streit um Glyphosat und 23 tote Robben

es geht im heutigen Newsletter vorsichtig optimistisch zu: Weltweit gibt es nun einen Verkaufsrekord für E-Autos. Und Australien setzt eine Belohnung in Millionenhöhe aus, um das Great Barrier Reef zu retten. Die Dinge gehen also anscheinend voran, könnte man meinen.

Die Stimmung trüben aber rätselhafte Robbentode vor Mecklenburg-Vorpommern und der weiterhin schwelende Streit zwischen Umwelt- und Agrarministerium zum Thema Glyphosat

Außerdem haben wir noch eine kleine Ergänzung zu einem Thema aus der letzten Woche: Das EU-Parlament hat beschlossen, das umstrittene Elektrofischen abzuschaffen. Mehr dazu hat der Guardian.

Auch das stimmt uns mindestens bis zu unserer Rückkehr morgen ein wenig froh. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Osteuropa fährt bei E-Mobilität hinterher

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Weltweit sind im vergangenen Jahr zum ersten Mal mehr als eine Million Elektroautos verkauft worden: Rund 1,2 Millionen waren es, aber regional gibt es riesige Unterschiede, was den Erfolg der E-Autos angeht. Während in China mehr als 700.000 private und kommerziell genutzte Fahrzeuge verkauft wurden, sind es in Rumänien, Lettland oder Litauen weniger als 100 gewesen. Ihr Marktanteil liegt dort nur bei rund 0,1 Prozent. Zum Vergleich: Beim Spitzenreiter Norwegen sind es 39,2 Prozent. In Deutschland stieg die Zahl verkaufter Einheiten von 11.000 auf rund 25.000, fasst die taz Zahlen verschiedener Quellen zusammen.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Hendricks und Schmidt streiten um Glyphosat-Zeitplan

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Martin Schulz tingelt durch Nordrhein-Westfalen, denn noch immer ist unklar, ob es zur Großen Koalition kommt – und auch beim Thema Glyphosat streiten sich CSU und SPD darüber, wer denn nun in den Sondierungsgesprächen „gewonnen“ habe. Im Ergebnispapier steht, dass der Einsatz des Pflanzengifts so schnell wie möglich grundsätzlich beendet werden solle, ohne, dass aber ein konkretes Datum genannt wird. Umweltministerin Barbara Hendricks sagte am Rande einer Konferenz aber nicht nur, dass sie sich als Siegerin der Verhandlung sehe, sondern auch, dass ihrer Ansicht nach das Aus noch dieser Legislaturperiode kommen solle. CSU-Agrarminister Christian Schmidt beruft sich auf die Tatsache, dass kein Datum genannt wird. Über den Streit berichtet die taz.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Australien will Retter des Great Barrier Reef belohnen

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Schon häufiger haben wir an dieser Stelle über das bedrohte Great Barrier Reef vor Australien berichtet. Heute aber geht es um eine ungewöhnliche neue Aktion: Die australische Regierung hat eine weltweite Ausschreibung gestartet und zwei Millionen australische Dollar – umgerechnet etwa 1,3 Millionen Euro – für den- oder diejenigen ausgesprochen, die eine Methode zur Rettung des Riffs entwickeln. Bewerben dürfen sich Wissenschaftler und Erfinder, genauso wie Unternehmer, fasst die Tagesschau die Ausschreibung zusammen. 

Die Aktion findet in Queensland statt, dem australischen Staat, in dem vor einiger Zeit bereits die Tourismusbehörde den „besten Job der Welt“ ausgerufen und dafür viel Aufsehen bekommen hatte.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Rätselraten um 23 tote Robben

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Ende letzten Jahres waren mehr als 20 tote Kegelrobben im Greifswalder Bodden gefunden worden. Jetzt sieht es so aus, als seien sie keines natürlichen Todes gestorben. Die Ostsee-Zeitung schreibt, dass es eine Anzeige des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund gegeben habe und sich nun die Staatsanwaltschaft mit dem Fall befasst. Diese teilte mit, dass es einen Anfangsverdacht gegen einige Tatverdächtige gebe.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Die Farm, die im Container kommt

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Gönnen wir uns heute zum Abschied unseres Nachrichtenüberblicks ein kleines Video über eine faszinierende Idee: Die Kollegen von Now This News berichten darin über eine komplette Farm, deren Material und Samen in einen einzigen Container passen, aber angesetzt auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern 150 Menschen ernähren kann.

Video, 2 Minuten Laufzeit

Meinung am Mittwoch: Schluss mit den Donut-Dörfern!

Zur Mitte der Woche lernen wir einen neuen Begriff: Vom „Donut-Effekt“ sprechen Stadtplaner flapsig, wenn durch Ausweisen von Neubaugebieten Menschen an die Stadtränder ziehen und in Innenstädten Lücken entstehen. Um den Flächenverbrauch geringer zu gestalten, prescht der Naturschutzbund NABU mit einem radikalen Vorschlag voran. 

„Aus Sicht einer nachhaltigen Stadtplanung und aus Sicht des NABU wäre es natürlich ideal, wenn zum Beispiel der Neubau von Einfamilienhaussiedlungen eingestellt wird“, sagt der NABU-Experte Henry Wilke. Immer noch werden in Deutschland rund 60 Hektar Grünfläche täglich bebaut. Das selbst gesteckte Ziel, diesen Wert bis 2020 auf 30 Hektar zu senken, wird wohl verpasst. Hintergründe zur Situation und zur Forderung des NABU hat der Deutschlandfunk.

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Nachrichten

plastikmüll
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15.Jan 2018

Deutsche Recycling-Wirtschaft profitiert von Chinas Müllimport-Verbot

Deutsche Recycling-Wirtschaft profitiert von Chinas Müllimport-Verbot
Die Entscheidung löste zunächst Panik in Deutschland aus: Wo sollen die rund 800.000 Tonnen Kunststoffabfall hin, die jedes Jahr ins Reich der Mitte verschifft werden? Dabei ist es besser, den Müll als Rohstoff zu betrachten und ihn nicht zu exportieren. Das ist ökologisch sinnvoll und stärkt die Kreislaufindustrie – wenn der Gesetzgeber mitspielt.   
Antarktis
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10.Jan 2018

Forschen am Südpol: „Es fühlt sich gar nicht so ab­ge­schnit­ten an“

Forschen am Südpol: „Es fühlt sich gar nicht so abgeschnitten an“
Die globale Erwärmung gefährdet die Eismassen in der Ostantarktis stärker, als bislang angenommen. Der aktuelle Leiter der größten deutschen Forschungsstation in der Antarktis hat uns erzählt, wie er und sein Team dort zum Klimawandel forschen und was sie über die Feiertage im Eis erlebt haben.
Sondierungsgespräche 2018
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12.Jan 2018

Son­die­rungs­er­geb­nis: „Bei den Um­welt­the­men ist viel auf der Strecke geblieben“

Sondierungsergebnis: „Bei den Umweltthemen ist viel auf der Strecke geblieben“
SPD und Unionsparteien bekennen sich zwar weiterhin zu den Klimazielen, wie sie diese aber erreichen wollen, bleibt unklar. Auch sonst dominieren Absichtserklärungen das Ergebnispapier der Sondierungen, reale Lösungsvorschläge fehlen. 
Klimaschutz
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09.Jan 2018

Das Klimaziel für 2020 ist den Son­die­rungs­par­tei­en nichts mehr wert

Das Klimaziel für 2020 ist den Sondierungsparteien nichts mehr wert
Den CO2-Ausstoß bis Ende des Jahrzehnts um 40 Prozent reduzieren, sei nicht mehr realistisch. CDU und SPD begründen eine Absage an vereinbarte Klimaziele mit „physikalischen und ökonomischen Notwendigkeiten“. Die endgültige Entscheidung steht noch aus.
Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Zwischen Kristiansand und Nordmeer suchen die Menschen gern das Weite. „Freiluftleben“ lernt man hier sogar in der Schule. Jens Kvernmo weiß, worauf es ankommt

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Geht doch!

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Hawaii: Wie die Inselkette Fische und Korallen vor Schäden durch Sonnencreme schützen will

Sonnenschirme könnten in Hawaii bald boomen – dank Will Espero. Der demokratische Senator des 50. US-Bundesstaates möchte den Verkauf von Sonnenschutzmitteln verbieten, die chemische UV-Filter wie Oxybenzon oder Octinoxat enthalten. Studien legen nahe, dass diese Stoffe Korallen schädigen und das Hormonsystem von Fischen stören können. Nach Angaben der Naturschutzbehörde fanden Meeresforscher vor beliebten Badestränden Konzentrationen, die bis ums Dreißigfache über dem Grenzwert lagen. Esperos Gesetzesinitiative werden gute Chancen eingeräumt. Fischer, Surfer und Umweltschützer befürworten den Vorstoß, schließlich lebt Hawaii vom Meeres- und Naturtourismus, der jedes Jahr mehr als 300 Millionen Dollar in die Kassen spült. Sollte der Bann 2018 kommen, dürften andere Regionen folgen: In der Karibik wurden bereits ähnlich hohe Werte gemessen. „Es gibt zum Glück Alternativen, Sonnenschutzmittel mit mineralischen UV-Filtern wie Titan- oder Zinkoxid“, sagt Sebastian Ferse vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen. Jeder sollte deshalb beim nächsten Kauf einen Blick aufs Etikett werfen, rät der Meeresbiologe. „Da es den Riffen weltweit schlecht geht, ist alles, was man tun kann, wichtig.“ Sich im Schatten aufhalten zum Beispiel.

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Österreich: Aus für Ölheizungen
Als erstes Bundesland der Alpenrepublik verbietet Niederösterreich ab 2019 Ölheizungen in Neubauten. Der Landtag hat zusätzlich beschlossen, den Umstieg von Öl und Gas auf eine erneuerbare Heizform mit einem einmaligen Zuschuss von bis zu 3000 Euro zu fördern. Noch wird in Niederösterreich in etwa 100.000 Häusern und Wohnungen mit Öl geheizt. Einzig die Dänen waren noch schneller, dort ist die Installation von Öl- und Gasheizungen in Neubauten seit vergangenem Jahr untersagt. In Deutschland sollen Ölheizungen dagegen erst 2030 verboten werden.

Indien: Kühl reisen mit der Sonne
Fotovoltaik ist in Indien inzwischen die günstigste Energiequelle. Die indische Eisenbahn macht deswegen Ernst mit der Energiewende: Das Unternehmen ist dabei, auf den landesweit rund 7000 Bahnhöfen Solarzellen zu installieren. Außerdem werden 250 Nahverkehrszüge mit Fotovoltaikanlagen bestückt. Mit dem Solarstrom sollen die Waggons beleuchtet und belüftet werden. Bis 2025 will Indian Railways bis zu 25 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken.

Schweden: Klimaprimus im Norden
Fünf Jahre früher als bislang geplant soll Schweden klimaneutral werden: Ein neues Klimagesetz sieht vor, die Emissionen des Landes bis 2045 um 85 Prozent gegenüber dem Niveau des Jahres 1990 zu senken. Die restlichen 15 Prozent will die rot-grüne Regierung durch Wiederaufforstungsprojekte oder Klimaschutzmaßnahmen in Schwellen- und Entwicklungsländern kompensieren.