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Greta Thunberg braucht keine Auszeichnung

Greta Thunberg braucht keine Auszeichnung

Eine gute Entscheidung: Der Friedensnobelpreis geht dieses Jahr an den äthiopischen Regierungschef Abiy Ahmed, für seine Aussöhnung mit Eritrea – wir gratulieren! Als Favoritin galt Greta Thunberg, der Preis wäre für sie ein schönes Zeichen gewesen – doch sie hat auch ohne Auszeichnung die Welt verändert

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Mittwoch, 16. Oktober 2019

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Kli­ma­wan­del verschärft Hunger, Um­welt­ver­schmut­zung größte Angst von Ju­gend­li­chen und arme Windhunde

Liebe Leserinnen und Leser,

das pittoreske Regensburg hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten: den Dom, das Alte Rathaus, die Steinerne Brücke, und das Ostentor – um nur einige zu nennen. Selbst nach Einbruch der Dunkelheit lassen sich die Bauwerke noch bewundern, Leuchtstrahlern sei Dank. Doch künftig soll sich die Dunkelheit ein bisschen früher über die bayerische Stadt legen – der Umwelt zuliebe. Regensburg verkürzt die Beleuchtung von Sehenswürdigkeiten im Altstadtbereich um eine Stunde. Gründe hierfür seien die Lichtverschmutzung und die „oft unterschätzten Folgen der nächtlichen Beleuchtung für die Menschen und die Tierwelt“, heißt es aus dem Rathaus. Bisher wurden die Sehenswürdigkeiten im Sommer bis 1 Uhr und im Winter bis 24 Uhr angestrahlt. Künftig soll der Aus-Schalter sowohl in den Sommer- als auch in den Wintermonaten bereits um 23 Uhr umgelegt werden, wie der BR berichtet.

Mit dieser erfreulichen Meldung machen auch wir das Licht aus. Natürlich nur für heute – morgen richten wir unser Spotlight wieder auf die wichtigsten Umweltnachrichten. Bis dahin! 

Das Team vom Navigator 

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Klimawandel verschärft Hunger

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Bei der Bekämpfung des Hungers in der Welt hat es in den vergangenen Jahren wieder Rückschritte gegeben – das geht aus dem Welthunger-Index 2019 hervor. Demnach stieg die Zahl der weltweit Hungernden in den vergangenen drei Jahren wieder an: von 785 Millionen Menschen im Jahr 2015 auf aktuell 822 Millionen. Ein Grund für die Zunahme: der Klimawandel. Dieser habe die Ernäh­rungs­lage vor allem in jenen Ländern verschlechtert, die ohnehin von Hunger, Armut und Konflikten be­troffen seien, so der Bericht. Seit Anfang der 1990er-Jahre habe sich die Zahl der Wetterextreme verdoppelt, was zu Ernteverlusten und steigenden Lebensmittelpreisen geführt habe, sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme. Vor allem Kinder und Frauen litten an Mangel- und Unterernährung. „Die Menschen, die ihn am wenigsten verursacht haben, leiden am stärksten unter den Auswirkungen.“ Die Meldung hat die Tagesschau.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Opposition beschließt U-Ausschuss zum Mautdebakel

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Das Fiasko um die geplatzte PKW-Maut bringt CSU-Verkehrsminister Scheuer immer stärker in Be­drängnis. Die Oppositionsfraktionen Grüne, FDP und Linke beantragten am Dienstag einen par­lamentarischen Untersuchungsausschuss. Das Kontrollgremium soll klären, ob Scheuer das CSU-Pres­tigeprojekt aus wahltaktischen Gründen auf Kosten der Steuerzahler durchdrückte und da­bei auch den Bundestag hinters Licht führte. Scheuer steht bereits unter enormem Druck, weil er mit den Unter­nehmen Kapsch und CTS Eventim Ende 2018 einen milliardenschweren Betreibervertrag schloss, lange bevor klar war, ob er die Pläne sicher umsetzen kann. Der Europäische Gerichtshof kippte die Maut im Juni. Nach Informationen der SZ gab es bis zuletzt Versuche aus dem Regierungs­lager, die nötige Zustimmungsquote zu einem U-Ausschuss zu Fall zu bringen.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Studie: Umweltverschmutzung größte Angst unter Jugendlichen

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Umweltängste haben bei jungen Menschen laut der jüngsten Shell Jugendstudie zugenommen. Dies sei besonders bei höher Gebildeten der Fall. 71 Prozent der 12- bis 25-Jährigen gaben in der Befra­gung an, das Thema mache ihnen Angst. In der vergangenen Studie aus dem Jahr 2015 hatte die Furcht vor Terroranschlägen vorn gelegen – dieses Thema ängstigt heute noch zwei Drittel der jungen Menschen. Die Angst vor dem Klimawandel landete auf Platz drei (65 Prozent). Auch bei der Frage nach Werten, die jungen Menschen wichtig sind, zeigt sich die Bedeutung von Umweltthemen: Die Autoren der Studie betonen, dass im Vergleich zum Jahr 2002 besonders die Frage nach einem um­weltbewussten Leben an Bedeutung gewonnen habe (Zustimmung 2019: 71 Prozent / 2002: 60 Prozent). Einen Überblick über die Ergebnisse gibt ZDF-heute.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Paris will sechs neue Atomreaktoren

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Während sich hierzulande einzelne Maßnahmen des Klimapakets konkretisieren – so soll die Ticket­steuer für Kurzstreckenflüge laut Handelsblatt um etwa 76 Prozent steigen –, scheint Frankreich um­welt­politisch vor einem Rückschritt: „Heimlich“ soll die Regierung sechs neue Atomreak­toren pla­nen. Das soll einem französischen Medienbericht zufolge ein Brief belegen, in dem Wirtschaftsminister Le Maire und Umweltministerin Borne beim Energiekonzern EDF anfragen, ob dieser in der Lage wäre, mittel­fristig und zu vernünftigen Kosten drei neue Atomkraftwerke mit Doppel­­reaktoren zu bauen. In dem Brief wird EDF aufge­fordert, der Regierung bis Mitte 2021 ein um­fassen­des Dossier dazu zu liefern. Diese wolle in der Fra­ge des Ausstiegs oder der Förde­rung der Atomkraft eine grund­sätzliche Ent­schei­dung treffen. Präsi­dent Macron hatte jüngst das Ziel, den Anteil der Atomenergie von 75 auf 50 Prozent zu reduzieren, um zehn Jahre nach hinten geschoben – und erklärt, für ihn habe die Kern­ener­gie eine Zukunft. Mehr bei der taz.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Das Leiden der spanischen Windhunde

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„Galgos“ heißen die spanischen Windhunde, von denen es schätzungsweise 200.000 gibt. Viele wer­den nur für Rennen gezüchtet und ausgebildet. Es zählt meist nur das Preisgeld – nicht das Tier. Die Extremleistung, die den Hunden abverlangt wird, halten die Tiere nur für ein paar Jahre durch. Dann sind sie für die Hundeführer wertlos und landen im Tierheim – wenn sie Glück haben. Viele Besitzer entledigen sich der Hunde auf andere Weise. „Sie setzen sie auf der Straße aus, hängen sie an Bäu­men auf oder werfen sie in Brunnen“, berichtet Fan Diaz, Leiter einer Auffangstation, bei ZDF-heute. In den meisten Fällen würden die Besitzer die Mikrochips der Hunde entfernen, sodass man die Hal­ter nicht mehr ausfindig machen und zur Rechenschaft ziehen könne.

Video, 2 Minuten Laufzeit

Meinung am Mittwoch: Nein, rotes Fleisch ist nicht gesund

Forscher, die Geld von der Agrarlobby nehmen und zweifelhafte Studien zitieren, sagen uns: Die Datenlage ist schlecht – also esst Wurst und Fleisch wie bisher.

In einem Gastbeitrag für Zeit Online übt Ernährungsmediziner Martin Smollich scharfe Kritik am Zustandekommen einer jüngst veröffentlichten Studie. Und erinnert daran, dass es neben Gesund­heitsrisiken weitere Gründe gibt, um auf Fleisch zu verzichten: das Klima zum Beispiel. Oder auch die Qualen der Massentierhaltung.

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Zehn Gründe, warum Greta Thunberg den Frie­dens­no­bel­preis bekommen sollte

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