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Unzureichende Klimaschutzmaßnahmen: Zehn Familien klagen gegen die EU

Unzureichende Klimaschutzmaßnahmen: Zehn Familien klagen gegen die EU

Der Klimawandel wirkt sich auf das Leben von Menschen aus, nicht erst in ferner Zukunft, sondern schon jetzt. Weil sie der Meinung sind, dass die EU nicht genug dagegen unternimmt und ihre Grundrechte nicht ausreichend schützt, ziehen zehn Familien aus sieben Ländern nun vor das Europäische Gericht. Auch eine Familie von einer deutschen Nordseeinsel ist dabei.

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Montag, 28. Mai 2018

Daily Navigator: Wie­der­be­le­bung für Solar gefordert, Londoner Schul­klas­sen schmut­zi­ger als draußen und eine Bäuerin, die nach Brüssel blickt

es geht heute um den Status quo im Navigator — und darum, wie er überwunden werden kann. Wir blicken auf die Probleme der Solarindustrie in Deutschland und auf das in Ägypten geplante größte Solarkraftwerk der Welt. Wir haben Hintergründe zu einer EU-Gerichtsentscheidung über Genscheren und wir blicken auf den Alltag einer Biobäuerin in Österreich.

Auf unserer eigenen Webseite schauen wir hier noch einmal auf die zehn Familien, die gegen die EU klagen, weil die Union in ihren Augen zu wenig gegen den Klimawandel tut.

Das wäre es dann für heute – morgen melden wir uns zurück. Schon jetzt ist absehbar, dass es dabei sicher auch um die EU-Kommission geht, denn die hat für heute ihre Ideen zum Verbot von Einmalprodukten aus Plastik angekündigt. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Branche fordert Wiederbelebung der Solarindustrie

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Rund 30 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Solarbranche haben sich an Wirtschaftsminister Peter Altmaier gewandt und eine „industriepolitische Strategie für die Solarindustrie“ gefordert. Deutschland sei weltweit führend, aber die Branche wandere mehr und mehr ins Ausland ab, während gleichzeitig in den vergangenen Jahren Solarmodule für rund 25 Milliarden Euro importiert worden seien. Die Unternehmen forderten von der Regierung, dass bei den Sonderausschreibungen für die Solarbranche nur Unternehmen zum Zuge kommen, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, berichten die Klimareporter.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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In Ägypten entsteht das größte Solarkraftwerk der Welt

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Passend zur Meldung über Deutschland fiel uns auch eine kleine Reportage in der taz aus Ägypten auf. Dort entsteht die größte Solaranlage der Welt mit zunächst rund 200.000 Modulen auf einer Fläche von 50 Fußballfeldern. Am Ende soll das Sonnenkraftwerk sogar 40 Mal so groß werden und jährlich rund 1,86 Gigawatt Strom erzeugen — so viel wie ein großes Atomkraftwerk.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Luftverschmutzung in Londoner Klassenräumen stärker als draußen

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Schon häufiger hat es ja Warnungen vor Luftverschmutzung in Räumen gegeben, wonach vor allem in ärmeren Ländern viele Menschen darunter gesundheitlich leiden und teils sogar sterben. Eine neue Studie aus London zeigt nun, wie groß das Problem auch in westlichen Industrienationen ist. Wissenschaftler kamen nach Messungen in fünf Grundschulen und einer Kita zu dem Ergebnis, dass in Londoner Klassenräumen die Luft belasteter ist als auf der Straße. Der Guardian fasst die Ergebnisse der Messungen zusammen. 

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Negative Emissionen brauchen mehr Forschung

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Die Einhaltung der Klimaziele mit den aktuellen Technologien scheint kaum möglich – da kommt die Idee der „negativen Emissionen” also gelegen. Ein internationales Forscherteam hat nun untersucht, ob es möglich ist, massenhaft CO2 aus der Atmosphäre zu fischen und welche Forschung aktuell dafür nötig sei. Wichtig ist laut einem der teilnehmenden Wissenschaftler im Deutschlandfunk, dass wir überhaupt erst einmal anfangen, offen über die Chancen und Risiken der neuen Technologien zu diskutieren.

Interview mit Audioclip, 7 Minuten Laufzeit
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EU-Gericht entscheidet über Genscheren

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Eine neue Technologie stellt den Gesetzgeber in Europa vor eine Herausforderung: Mit sogenannten „Genscheren” kann das Erbgut von Pflanzen so zielgenau wie nie zuvor manipuliert werden; die veränderten Pflanzen lassen sich von konventionellen Züchtungen nicht unterscheiden. Die Frage ist deshalb nun, ob es sich noch um Gentechnik handelt, oder ob die veränderten Pflanzen auf den Acker dürfen. Entscheiden soll dies in den kommenden Wochen der Europäische Gerichtshof. Pro und Kontra wägt der Deutschlandfunk ausführlich in der Reihe „Wissenschaft im Brennpunkt” ab. 

Feature mit Audioclip, 27 Minuten Hörzeit

Menschen am Montag: Maria Vogt, Biobäuerin mit Blick nach Brüssel

Die EU will ihre Agrarförderung verändern und möglicherweise Höchstgrenzen pro Betrieb einführen. Aktuell bekommen nur 1,5 Prozent aller Betriebe rund 30 Prozent aller Agrargelder.

Maria Vogt ist gespannt, wie im Detail die Veränderungen aus Brüssel aussehen werden. Sie ist Biobäuerin in Weinviertel im Nordosten Österreichs. Ihr Betrieb könnte von der Umverteilung leicht profitieren, aber sie glaubt auch, dass es eine gründlichere Umorientierung hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft geben muss. Die Situation in Österreich und Brüssel erklärt mit viel Hintergrundwissen der Standard.

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Nachrichten

Rüstungsindustrie
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21.Mai 2018

Rennen gegen Rüstung

Rennen gegen Rüstung
Panzer aus Deutschland rollen bei der türkischen Offensive in Nordsyrien ein, deutsche Sturmgewehre tauchen in mexikanischen Konfliktregionen auf und Mitarbeiter von Heckler & Koch müssen sich  vor dem Stuttgarter Landgericht für illegale Waffen-Lieferungen rechtfertigen, der Verdacht der Bestechung steht im Raum. Rüstungsgegner begleiten diese Entwicklungen mit einer einmaligen Protestaktion.
Atommülllager
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16.Mai 2018

„Viele wissen gar nicht, dass wir ein Endlager für Atommüll suchen“

„Viele wissen gar nicht, dass wir ein Endlager für Atommüll suchen“
Das „Nationales Begleitgremium“ aus Experten und Bürgern soll dafür sorgen, dass die Suche nach einem Endlager für Atommüll fair und transparent abläuft. In seinem ersten Tätigkeitsbericht empfiehlt das Gremium dem Bundestag mehr Bürgerbeteiligung und mahnt die Verabschiedung eines neuen Gesetzes an. Wir sprachen mit Gremiumsmitglied Jorina Suckow.
Internationaler Weltbienentag
/
18.Mai 2018

„Man müsste alle syn­the­ti­schen Pflan­zen­schutz­mit­tel ächten, so wie Landminen“

„Man müsste alle synthetischen Pflanzenschutzmittel ächten, so wie Landminen“
Sonntag ist der erste Weltbienentag der Vereinten Nationen – und viele Menschen sorgen sich um die fleißigen Tiere. Die Honigbiene ist zwar nicht bedroht, ihren wilden Verwandten und vielen anderen Insekten geht es aber an den Kragen. Deshalb ist es erforderlich, den Lebensraum der Bienen zu schützen, denn das hilft auch Libellen, Schmetterlingen und Heuschrecken.
New York 2140
/
14.Mai 2018

Wie der Ka­pi­ta­lis­mus New York unter Wasser setzt

Wie der Kapitalismus New York unter Wasser setzt
Kim Stanley Robinson schildert in seinem neuen Roman New York 2140 eine überraschend heitere Zukunft, in der Kapitalismus und Klimawandel ihren Zenit erreicht haben. Die US-Metropole steht zu großen Teilen unter Wasser und der Mensch probt den Aufstand gegen das ökonomische System.
Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 3.18 Meere

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 3.18 Meere

Die Ozeane sind Sehnsuchtsorte, bedrohliche Naturgewalten, mysteriöse Wunderwelten, weltumspannende Wirtschaftsräume: Wir nutzen, fürchten und bewundern das Meer. Doch verstehen wir unsere Wirkung auf die Meere, unsere Verantwortung für sie? In unserer aktuellen Ausgabe blicken wir den fragilen Riesen unumwunden ins Auge – und ergründen die Meeresnatur in uns selbst.

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Miese
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Nylonstrümpfe sind Teil des Schönheitsideals der westlichen Welt. Das hat Folgen – auch ökologische

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À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Ehrwürdige Erdbeere

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Hartmut Liebermann kämpft seit über 40 Jahren gegen Atommüll in Ahaus

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aus dem Meer

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des Aufruhrs

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