Reports / Meinungen / Interviews

„Natur ist kein Museum!“

„Natur ist kein Museum!“

Völkische Naturschützer, die unerkannt auf Hambacher-Wald-Demos mitlaufen. Rechte Magazine, die sich um Tiere, Nachhaltigkeit und Frauenrechte sorgen. Atomkraftgegner, denen es ausschließlich um die Erhaltung „des arischen Gen-Materials“ geht. Rechtsextremismus-Experte Lukas Nicolaisen erklärt, woran man braunes Gedankengut in der Umweltbewegung erkennt und wie man sich davon abgrenzen kann.

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Montag, 19. November 2018

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Deutsche Um­welt­hil­fe gerät unter Druck, Trump besucht Wald­brand­ge­bie­te und das dunkelste Klima-Jahr der Geschichte

Liebe Leserinnen und Leser,

das Thema Druck zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Navigator-Beiträge am Montag. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Die Deutsche Umwelthilfe hat sich mit ihren erfolgreich durchgesetzten Fahrverboten in mehreren Städten einen Feind gemacht: die CDU. Ein einflussreicher Partei-Bezirksvorstand fordert nun, dass die Gemeinnützigkeit des Vereins neu geprüft wird. Und auch US-Präsident Trump stand zuletzt unter Druck: Sein Verhalten im Rahmen der verheerenden Waldbrände in Kalifornien war kritisiert worden – am Wochenende machte er sich nun selbst ein Bild von den Zerstörungen vor Ort. Vom Klimawandel als Ursache für die Katastrophe will er aber nach wie vor nichts wissen. Passend dazu auch unser Mensch am Montag: ein ehemaliger Kohlelobbyist, der nun neuer Chef der US-Umweltagentur EPA werden soll.

Auf unserer eigenen Seite widmen wir uns einer beunruhigenden Entwicklung: Seit geraumer Zeit versuchen Rechte, die Umweltbewegung zu vereinnahmen – ob es nun um Atomkraft oder den Hambacher Forst geht. Rechtsextremismus-Experte Lukas Nicolaisen erklärt, woran man braunes Gedankengut in der Umweltbewegung erkennt und wie man sich davon abgrenzen kann.

Wir lesen auf jeden Fall ein. Und setzen morgen wieder auf Grün statt Braun. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Deutsche Umwelthilfe gerät im Dieselstreit unter Druck

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In der vergangenen Woche verhängte ein Gericht das erste Diesel-Fahrverbot für eine Autobahn; wir haben darüber berichtet. Verantwortlich für diese und weitere Diesel-Klagen ist die Deutsche Um­welt­hilfe – die nun wegen ihres Engagements zunehmend unter Druck gerät, wie die taz berichtet. So will der CDU-Bezirksverband Nordwürttemberg durchsetzen, dass die Gemeinnützigkeit des Vereins überprüft wird. Dem Antrag kommt unter anderem deshalb besonders Gewicht zu, weil der Bezirks­verbandsvorsitzende Steffen Bilger zugleich Staatssekretär im Bundesverkehrsministe­rium ist. Bereits in der Vergangenheit hatten führende CDU-Politiker Stimmung gegen die Umwelthilfe gemacht. So sprach der wirtschaftspolitische Sprecher der Partei, Joachim Pfeiffer, von einem „semikriminellen Abmahnverein“. Für mehr Hintergrund: Ein durchaus kritisches Porträt der Deutschen Umwelthilfe hat n-tv.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Trump besucht Waldbrandgebiete – und ignoriert Klima-Argument

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Die Gegend gleicht einer Mondlandschaft. Der Boden ist übersät mit Asche und den verkohlten Überresten eines früheren Lebens. Und inmitten der Zerstörung: der amerikanische Präsident. Donald Trump hat am Samstag die Waldbrandgebiete in Kalifornien besucht. Er zeigte sich betroffen vom Ausmaß der Feuer und sicherte dem Bundesstaat Unterstützung zu: „Niemand hätte sich je vorstellen können, dass so etwas passiert.“ Mindestens 80 Menschen haben bislang ihr Leben verloren. Trump bekräftigte, dass er schlechtes Forstmanagement als ursächlich für die Katastrophe sieht. Er widersprach damit dem kalifornischen Gouverneur Jerry Brown, der in großen Teil den Klimawandel für die Probleme seines Bundesstaats verantwortlich macht. Der US-Präsident sagte dazu: „Wir haben unterschiedliche Meinungen.“ Aus dem Ort Paradise berichtet die Tagesschau.

 

Reportage, 3 Minuten Lesezeit
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Schleppende Elektromobilität: Altmaier rüffelt Autobranche

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CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Chefs von Volkswagen und Daimler für ihr mangelndes Engagement beim Thema Elektromobilität gerügt. Am Rande einer Springer-Verlagsveranstaltung sagte Altmaier in Richtung seiner Mitdiskutanten Herbert Diess (VW) und Dieter Zetsche (Daimler): „Deutsche Autos sind immer sexy gewesen: BMW, Mercedes und sogar der VW-Käfer in den 60er-Jahren.“ Er frage sich, wann die deutsche Autoindustrie in der Lage sein werde, „ein Elektroauto zu bauen, das nur halb so sexy ist wie ein Tesla“. Bei der Attraktivität deutscher E-Autos brauche es „frische Ideen“. Die beiden Konzernchefs sagten darauf erst einmal gar nichts, wie die FAZ berichtet.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Wie eine Straße in Kreuzberg der Gentrifizierung entgeht – vorerst

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In der Berliner Reichenberger Straße brodelt es. Gerade erst wurde mit Besetzungen und Protesten die Ansiedlung eines Google-Campus verhindert. Anwohner hatten steigende Mieten und Verdrängung gefürchtet und gegen den Weltkonzern mobil gemacht. David gegen Goliath. Kreuzberg gegen den Kapitalismus. Ein letzter Sieg? Anders als in vielen Ecken des Bezirks ist der Kampf gegen die Gentrifizierung in der Reichenberger Straße noch nicht entschieden. An fast jeder Hauswand wird zum Protest gegen Investoren und Miethaie aufgerufen. Eine Reportage aus der Straße, die zumindest für den Moment schmuddelig bleiben darf, lesen Sie beim Tagesspiegel.

Reportage, 5 Minuten Lesezeit
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Das dunkelste Jahr der Klimageschichte

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Schreckliche Zeiten hat die Menschheit einige erlebt. Doch welches war der absolut ungünstigste Zeitpunkt, um auf der Welt zu sein? Nach Ansicht von Historikern und Klimaforschern ist das Jahr 536 ein heißer Kandidat dafür. „Es war der Anfang von einem der schlimmsten Zeitalter, um lebendig zu sein, wenn nicht das schlimmste Jahr“, zitiert das Magazin Science den Mediävisten Michael McCormick von der Universität Harvard. Demnach lösten Vulkanausbrüche auf Island die Wetterkapriolen des sechsten Jahrhunderts aus, und stürzten so die Welt ins Unglück. Eineinhalb Jahre lang soll es auch am Tag kaum hell geworden sein. Eine Zusammenfassung der Erkenntnisse gibt’s bei SZ Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Menschen am Montag: Andrew Wheeler, Ex-Kohlelobbyist – der die US-Umweltbehörde leiten soll

Für US-Präsident Trump hat Andrew Wheeler in den vergangenen Monaten einen „fantastischen Job“ gemacht. Wheeler hatte die Leitung der US-Umweltbehörde EPA im Juli kommissarisch übernommen, nachdem der bisherige Chef Scott Pruitt wegen eines Skandals hatte zurücktreten müssen. Als Belohnung soll Wheeler – ein ehemaliger Kohlelobbyist – nun offiziell die Leitung bekommen.

Aus Umweltsicht ist das höchst bedenklich, wie die Washington Post schreibt. Denn Wheeler hat bereits gezeigt, was er vorhat: Er will die Agenda seines klimafeindlichen Chefs durchsetzen. Das bedeutet zum Beispiel: CO2-Grenzwerte für Kraftwerke sollen gelockert und die Klimaeffizienz-Standards für Autos und Kleinlaster zurückgefahren werden.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

Alle mal die Ärmel hochkrempeln! Wo es sich lohnt mit anzupacken und warum (Selbst-)Verantwortung das beste Mittel gegen Zukunftsängste ist, darüber berichten wir in unserer neuen Ausgabe „Bloß nicht hinwerfen!".

Verantwortung – 6.18

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Reports / Meinungen / Interviews

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16.Nov 2018

Wale, Weltraum, Wis­sen­schaft

Wale, Weltraum, Wissenschaft

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal erspäht sie Wale aus großer Höhe.

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12.Nov 2018

Die räumliche Eman­zi­pa­ti­on ohne Worte – sondern mit Atlas-Karten

Die räumliche Emanzipation ohne Worte – sondern mit Atlas-Karten

Karten sind ein unverzichtbarer Teil unseres Lebens geworden, doch wir haben nie gelernt, richtig mit ihnen umzugehen. Deshalb zeigt das Kollektiv orangotango im Sammelband „This is not an Atlas“, wie kritische Kartografie aussehen kann.

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14.Nov 2018

„Wir alle wollen Frieden. Obwohl die meisten gar nicht wissen, was Krieg ist.“

„Wir alle wollen Frieden. Obwohl die meisten gar nicht wissen, was Krieg ist.“

Vor hundert Jahren ging der erste Weltkrieg zu Ende, aber noch immer gibt es rund um Europa Krieg. Ab diesem Mittwoch werden 500 Jugendliche bei der Jugendbegegnung „Youth for Peace“ über Ideen für den Frieden nachdenken. Die 19-jährige Raghad Alrez aus Syrien ist eine von ihnen und beschreibt im Interview, was Frieden für sie bedeutet.

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09.Nov 2018

Hundert Jahre Frau­en­wahl­recht: Respekt bitte!

Hundert Jahre Frauenwahlrecht: Respekt bitte! // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal geht es um eine Reise, die vor hundert Jahren begann und noch nicht zu Ende ist

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