Reports / Meinungen / Interviews

Krieg zerstört Leben – auch in Friedenszeiten

Krieg zerstört Leben – auch in Friedenszeiten

Krieg vernichtet nicht nur Leben, sondern auch die langfristige Lebensgrundlage vieler Menschen vor Ort. Wim Zwijnenburg von der NGO Pax untersucht die Umweltrisiken vergangener und bestehender Konflikte.

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Dienstag, 19. Februar 2019

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Um­welt­grup­pen warnen vor Auf­wei­chung des Koh­le­kom­pro­mis­ses, Scheuer will Carsharing er­leich­tern und Feinstaub durch Kamine

Liebe Leserinnen und Leser, 

in der skurrilen Welt des Wrestlings geht es um geölte Muskeln, markige Sprüche und elaborierte Kampf-Choreografien. Aber Umwelt-Belange? Zumindest bislang hatte man den US-Verband World Wrestling Entertainment, kurz WWE, nicht auf der Liste von Botschaftern für die grüne Sache. Daniel Bryan will das ändern. Der Überraschungssieger der letztjährigen WWE-Championships versucht die Zuschauer dazu zu erziehen, weniger Plastikflaschen zu benutzen und auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten. Und er träumt im US-Fernsehen schon mal davon, eine kompostierbare Toilette zu bauen. Der Held des Publikums ist Bryan trotzdem nicht, im Gegenteil. Er zählt zu den sehr erfolgreichen Villains, also Bösewichten, des Wrestling-Zirkus‘. Die sind allerdings – das gehört zu den Eigenheiten dieser Showsportart – durchaus beliebt. Warum es aus Sicht der eher konservativen WWE durchaus Sinn macht, einen Kämpfer für die Umwelt im Kader zu haben, erklärt The Grist.

Wir üben jetzt noch ein bisschen Schattenboxen und sind dann morgen mit echten Umweltgefahren und allen sonstigen Meldungen zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Umweltverbände drohen mit Ausstieg aus Kohlekompromiss

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Die Umweltverbände aus der Kohlekommission verlangen bis 2022 das Aus für die ältesten Kraftwer­ke in Westdeutschland. Andernfalls behalten sie sich vor, den Kohlekompromiss aufzukündigen. Wie Reuters berichtet, dringen Greenpeace, Bund und der Deutsche Naturschutzring darauf, dass ab 2020 Blöcke mit einer Leistung von drei Gigawatt in Niederaußem und Neurath in Nordrhein-West­fa­len abgeschaltet werden. Bundeskanz­lerin Merkel müsse Versuche vonseiten der Düsseldorfer Lan­des­re­gie­rung verhindern, daran etwas zu ändern – für diesen Mittwoch hat NRW-Ministerpräsident Laschet eine Regierungserklärung zum Kohleausstieg angekündigt. Die Umweltgruppen kritisieren zudem die Entschädigungszahlungen, die Konzerne wie RWE nun aufrufen. Pro Gigawatt abgeschal­te­ter Kraft­werks­­leistung rechnet RWE nach eigenen Angaben mit Kosten von etwa 1,2 Milliarden Euro (mehr dazu bei der Rheinischen Post). Man beobachte, dass trotz der Vorlage der Kohle­kommission jetzt etwa beim geplanten Klimaschutzgesetz gezögert werde. Jüngst war bekannt geworden, dass die Union den von SPD-Umweltministerin Schulze erarbeiteten Entwurf für ein solches Gesetz blockiert – nachzulesen bei der Frankfurter Rundschau.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Konkurrenz für Taxis – Scheuer will Fahrdienstmarkt liberalisieren

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Der Bundesverkehrsminister will den hart umkämpften Fahrdienstmarkt öffnen und Auflagen für neue Angebote wie Shuttledienste streichen. Das geht aus Eckpunkten für eine Änderung des Perso­nen­beförderungsgesetzes hervor. Konkret soll laut den Eckpunkten die sogenannte Rückkehrpflicht für Mietwagen abgeschafft werden. Bislang müssen die Wagen nach jeder Fahrt an den Hauptstand­ort zurückkehren und dürfen auf der Rückfahrt keine Aufträge annehmen. Auch das sogenannte Poo­ling­verbot für Mietwagen soll den Eckpunkten zufolge aufgehoben werden. Das würde bedeuten, dass künftig Fahrgäste mit ähnlichem Start und Ziel zusammen befördert werden dürften – nach diesem Modell funktionieren Anbieter wie Uber. Diese Änderung soll vor allem Angebote im ländlichen Raum stärken. Die Meldung hat Zeit Online; der Deutschlandfunk wirft einen Blick in die USA, wo sich Carsharing bereits großer Beliebtheit erfreut.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Bahnkunden erhalten bei Verspätungen mehr Geld zurück

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Zugreisende mussten 2018 häufig warten: Jeder vierte Fernzug der DB AG kam zu spät. Das kostet das Staatsunternehmen Millionen. Denn immer mehr Reisende nehmen ihre Rechte wahr, wie ZDF-heute/dpa meldet. Im vergangenen Jahr waren es im Nah- und Fernverkehr insgesamt 53,6 Millionen Euro, wie eine Bahn-Sprecherin sagte. Im Vorjahr ließen sich Bahn-Kunden „nur“ 34,6 Millionen Euro erstatten. 2,7 Millionen Reisende füllten demnach 2018 das Fahrgastrechte-Formu­lar aus – ein Drittel mehr als 2017. Daraus folgt, dass auch die durchschnittliche Entschädigungs­summe steigt: Knapp 20 Euro waren es 2018, im Vorjahr noch gut 19 Euro. Welche Rechte Bahnfahrer haben, wenn ihr Zug unpünktlich ist, und wie sie die geltend machen, erklärt die Tagesschau.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Europawahl: TV-Köchin Sarah Wiener will für Österreichs Grüne kandidieren

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Im Nachhinein wirkt der Quereinstieg wie ein Grundprinzip für Sarah Wieners Karriere. Sie war Mitte zwanzig, alleinerziehende Sozialhilfeempfängerin und ohne jede Ausbildung, als sie begann, im Kreuzberger Szene-Restaurant ihres Vaters Kartoffeln zu schälen. Wer hätte damals darauf gewettet, dass diese Küchenhilfe die bekannteste Köchin im deutschsprachigen Raum werden würde? Insofern ist es ernst zu nehmen, wenn die 56-jährige Österreicherin und Wahlbrandenburgerin nun ankündigt, in die Politik zu ziehen. Bei der Europawahl im Mai will die parteilose Fernsehköchin für Österreichs Grüne kandidieren. Sie bewirbt sich um den zweiten Listenplatz; darüber entscheiden wird der Parteikongress im März. Auf Wieners Agenda stehen die Themen nachhaltige Landwirtschaft, gesunde Ernährung und Biodiversität. Ein Profil der prominenten Nachwuchspolitikerin hat die SZ.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Dreckschleuder Kamin

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Kamine und Holzöfen sind sehr beliebt. Doch sie verbreiten nicht nur Wärme und Gemütlichkeit, sondern setzen mitunter einen wahren Giftcocktail frei. Gerade in wohlhabenderen Wohngegenden kann das im Winter zum Problem werden. Dem Umweltbundesamt zufolge stoßen Kamine und Holzöfen in der kalten Jahreszeit fast so viel Feinstaub aus wie der Straßenverkehr. Die konkrete Datenerfassung zu dem Problem ist allerdings schwierig – gerade im ländlichen Raum, wo es die meisten Holzöfen gibt, stehen zu wenig amtliche Messgeräte. Mit einem Messsensor, den jeder leicht nachbauen kann, und einem wissenschaftlichen Profigerät hat sich die WDR-Servicezeit im niederrheinischen Hamminkeln angeschaut, wie hoch die Schadstoffbelastung tatsächlich ist.

Video, 5 Minuten Laufzeit

Debatte am Dienstag: Der „Green New Deal“ – Blaupause für ein besseres Amerika?

Der Plan ist nur 14 Seiten lang und trägt den prosaischen Titel „H. Res. 109“. Vorgestellt hat ihn jüngst die linke Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez. Die Abgeordnete aus New York und ihre Unterstützer wünschen sich eine ökologischere, sozialere Gesellschaft. Deswegen nennen sie ihr Vorhaben Green New Deal – eine Referenz an die großen amerikanischen Sozialreformen und Arbeitsbeschaffungsprojekte der Dreißigerjahre.

Doch wie revolutionär ist der Klimaplan wirklich? Bewegt sich Amerika trotz eines Klimaskeptikers im Weißen Haus tatsächlich in eine grünere Zukunft? Winand von Petersdorff warnt in der FAZ vor allzu großer Verzückung. Aktuell habe der Green New Deal lediglich den Status einer Wunschliste. Und Hubert Wetzel schreibt in der SZ: Selbst vielen Parteikollegen von Ocasio-Cortez geht ihr Plan zu weit.

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Reports / Meinungen / Interviews

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15.Feb 2019

Schiffs­mel­dun­gen

In schwerer See // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal sind einige Verluste zu vermelden.

Tierschutz
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11.Feb 2019

Vieh­trans­por­te: Wie weit reicht das Recht der Tiere?

Viehtransporte: Wie weit reicht das Recht der Tiere?

Eine bayerische Amtsveterinärin stoppt den Transport einer trächtigen Kuh ins 5000 Kilometer entfernte Usbekistan. Andere Landkreise schließen sich dem Viehexport-Stopp an. Der Fall könnte weitreichende Folgen haben.

Berlinale
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13.Feb 2019

So grün ist der rote Teppich

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Die Berlinale gilt als besonders politisches Filmfestival und nimmt Umweltschutz ernst – sowohl auf wie auch vor der Leinwand. Dennoch haben viele der im aktuellen Programm laufenden Filmen eine explizit positive Botschaft, das große Thema ist nicht Dystopie, sondern Hoffnung.

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08.Feb 2019

Atom­ener­gie – sicher, preiswert, kli­ma­freund­lich?

Laufwellen, Flüssigsalz und Kugelhaufen: Als Klimaretter untauglich // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal geht es um die Eignung von Atomkraftwerken als Klimaretter

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