Nachrichten

Neue Insektengifte auf deutschen Äckern

Neue Insektengifte auf deutschen Äckern

Kaum hat die Europäische Union drei bienengefährliche Pestizide verboten, steht schon ihr Ersatz bereit. In Deutschland könnten die neuen Pflanzenschutzmittel bereits diesen Sommer auf den Markt kommen.

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Montag, 16. Juli 2018

Daily Navigator: Irland steigt aus, weltweit weiter Re­kord­hit­ze und twitternde Bäume

im heutigen Navigator halten sich Mahnung und Hoffnung beinahe die Waage: Uns beschäftigen einerseits weiter die weltweite Hitzewelle und ihre Auswirkungen im Lokalen in Brandenburg. Andererseits hat Irland beschlossen, sich mit seinem Staatsfonds komplett aus fossilen Energien zurückzuziehen. Und zuletzt gibt es Neues aus der Forschung: twitternde Bäume.

Ohne weitere Vorrede legen wir los und sind morgen zurück, logisch. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Irischer Staatsfonds steigt aus fossilen Energien aus

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Der Staatsfonds von Irland wird als erster der Welt kein Geld mehr in fossile Energien investieren. Bereits bestehende Investitionen in Gas, Kohle oder Öl müssen innerhalb der nächsten fünf Jahre abgebaut werden, schreibt bento. Aktuell hat das Land rund 300 Millionen Euro in solche Geldanlagen gesteckt. Der Guardian beschreibt die dahinterstehende „Divest“-Bewegung, die beispielsweise auch in Norwegen umweltfreundlichere Investments vorantreibt.

Englischer Hintergrund, 3 Minuten Lesezeit
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8.000 Schweine sterben bei Brand in Westfalen

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Beim Brand eines Bauernhofs in Westfalen sind am Sonntag rund 8.000 Schweine gestorben; die Gründe für das Feuer und die Schadenshöhe sind noch unklar. Mehr Details hat RP Online.

Überblick, 2 Minuten Lesezeit
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Vielerorts weiter Temperaturrekorde

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Wir hatten das Thema bereits häufiger aufgegriffen, doch die Situation bleibt weiter außergewöhnlich angespannt: Weltweit sind in der vergangenen Woche an vielen Orten Hitzerekorde aufgestellt worden. Das Klimaphänomen La Niña verstärkt in vielen Regionen das Extremwetter. Der Guardian hat einen Überblick mit einigen Rekordwerten.

Englischer Überblick, 4 Minuten Lesezeit
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Warum die Böden am Ende sind

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Gleich zwei Interviews mit Bauern aus Brandenburg beschreiben den katastrophalen Zustand der dortigen Böden. In der FAZ beschreibt Benedikt Bösel, dass nicht nur die lang anhaltende Hitze in diesem Jahr ein Problem war, sondern, dass auch die Böden durch jahrelange Intensivwirtschaft in schlechtem Zustand seien. Der Tagesspiegel spricht mit Ernst Rauch vom Rückversicherer Munich Re. Er stellt fest, wie sich generell das Klima in der Region verändert, sodass beispielsweise gar neue Weine angebaut werden.

Interviews, 5 Minuten Lesezeit
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Twitternde Bäume liefern Daten zum Klimawandel

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Die Wälder rüsten technisch auf: In Brandenburg steht beispielsweise eine Kiefer, die twittert. Was nach lustigem Gimmick klingt, hat einen wissenschaftlichen Hintergrund: Die Bäume sollen Daten zu Trockenheit im Boden liefern. Rund 1,1 Millionen Hektar Wald stehen dort, mehr als in jedem anderen Bundesland. Der Tagesspiegel beschreibt das Projekt.

Reportage, 5 Minuten Lesezeit

Menschen am Montag: Ziegenzüchter Ewald Klingele

Vor einem Jahr trieb in einem Badesee im Schwarzwald ein erschossener Wolf. Seitdem streitet die Bevölkerung um den richtigen Umgang mit den Tieren.

Einer der Betroffenen ist Ewald Klingele, Vorsitzender des Ziegenzuchtvereins Südschwarzwald. Er besitzt 21 Tiere und will aufgeben, wenn immer mehr Regeln zum Schutz der Wölfe aufgestellt werden. Er ist neben Politikern, Naturschützern und anderen Anwohnern einer der Protagonisten einer Reportage in der taz, die zeigt, wie schwierig es ist, in dieser Debatte allen Interessen gerecht zu werden.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.18 Veganer

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.18 Veganer

Was auf den Tellern landet, ist politisch. Was wir essen, wirkt sich darauf aus, wie unsere Landschaften aussehen, wie es der Artenvielfalt und dem Klima ergeht – und natürlich uns selbst. Und: Es ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die besten Karten im Poker um den nachhaltigsten Speiseplan haben, so heißt es, die Veganer auf der Hand. Höchste Zeit also, sich die reine Pflanzenküche genauer anzusehen. Ein Essen Spezial über Veganismus.

Zur Ausgabe

Nachrichten

Grundrechte
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06.Jul 2018

Neue Po­li­zei­ge­set­ze – was droht uns da?

Neue Polizeigesetze – was droht uns da?
Bayern hat sie schon, Nordrhein-Westfalen will sie: Die drohende Gefahr findet als Rechtsbegriff zurzeit Eingang in die neuen Polizeigesetze der Bundesländer. Der Protest dagegen treibt die Menschen massenhaft auf die Straße, die nächste Großdemonstration steht schon an – diesen Samstag in Düsseldorf.
Verkehrswende
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28.Jun 2018

Ver­kehrs­ex­per­te Strö­ßen­reu­ther: „Ohne Au­to­fah­rern weh zu tun, geht es nicht“

Verkehrsexperte Strößenreuther: „Ohne Autofahrern weh zu tun, geht es nicht“
Der Anfang vom Ende des Verbrennungsmotors? Der Berliner Senat hat ein neues Mobilitätsgesetz beschlossen und damit bundesweit ein Signal für eine fahrrad- und klimafreundliche Verkehrswende gesetzt. Andere Städte folgen dem Beispiel der Hauptstadt.
Tierwürde
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03.Jul 2018

Luxemburg folgt der Schweiz und verankert Tierwürde im Gesetz

Luxemburg folgt der Schweiz und verankert Tierwürde im Gesetz
Luxemburg verabschiedete im Juni als zweites Land nach der Schweiz ein Gesetz, das Tieren eine Würde zugesteht, die es zu achten gilt. Tierschützer sind skeptisch, ob das auch die konkreten Lebensbedingungen von Tieren verbessert.
Klimaschutz
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25.Jun 2018

Was tun gegen die verpassten Klimaziele?

Was tun gegen die verpassten Klimaziele?
Je näher 2020 rückt, desto klarer wird: Deutschland ist kein Vorreiter beim Klimaschutz. Die CO2-Emissionen sind nicht stark genug gesunken, die Ambitionen der Bundesregierung nicht konsequent umgesetzt. Experten fordern rasches Umlenken – Aktivisten rufen zu Demonstrationen auf.
Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Wat mutt, datt mutt.
Oder?

Süße Kutter, nette Leute: Krabbenfischerei im Nationalpark Wattenmeer wirkt ganz harmlos. Doch Naturschützer sehen das ein bisschen anders

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À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Heldenhafte Heidelbeere

À la Saison – Heldenhafte Heidelbeere

Im Märchenwald nervt sie kleine Menschen und andere Zwerge. Im echten Leben aber hat sie Superkräfte, die sogar essbar sind. Auf, auf und davon!

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Ehrwürdige Erdbeere

À la Saison – Ehrwürdige Erdbeere

Von Asterix bis '68 probt diese Rote die Revolte – und hat ein saftiges Geheimnis. Welches? Merken Sie sich erstmal die Parole der Saison: Erdbeerfelder für immer!

„Ob Studenten für oder gegen etwas stimmen, ist, als würden sie mir erzählen, sie mögen Erdbeeren.“ Mit diesen Worten reagiert Herbert Dean, der stellvertretende Dekan der Columbia University in New York, auf massive Proteste. Wir befinden uns im Jahr 1968 nach Christus. Der ganze Campus ist von Studenten besetzt. Der ganze Campus? Nein, im Dekanat sitzt Dean und gibt sein „Erdbeer-Statement“ von sich: Ob nun gegen Rassismus an der Uni, den Vietnamkrieg oder gleich das ganze System protestiert wird, könnte ihm egaler nicht sein. Eine belanglosere Mitteilung als „Ich mag Erdbeeren“ gibt es nicht. Jeder mag Erdbeeren. Unabsichtlich macht Dean so gerade das Konsensgewächs zum Symbol des Widerstands. Und als 1970 ein Spielfilm über die Columbia-Revolte in die Kinos kommt, tut er das zumindest in Deutschland unter dem Titel „Blutige Erdbeeren“.

Die druckempfindliche Rote mag keine Heldin sein. Sie piesackt die Macht aber gern. Selbes Obst, andere Zeit: Wir befinden uns im ersten Asterix-Abenteuer, erschienen 1959. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein. Und außerdem ist gerade nicht Erdbeerzeit! Asterix und Miraculix werden von Cäsars Truppen festgehalten und sollen Zaubertrank kochen. Listig sagt der Druide, eine wichtige Zutat fehle: Erdbeeren. „Um diese Jahreszeit?!?“, brüllt der Zenturio und lässt (das bitte niemals nachmachen!) trotzdem welche besorgen, fernab der Saison. Als die Legionäre endlich für einen Wucherpreis (recht so!) ein Körbchen aufgetrieben haben, essen die Gallier es leer und erklären kühl: „Es geht auch ohne Erdbeeren.“ Nur schmecke es dann nicht so gut.

Ein Leben ohne Erdbeeren ist möglich, aber traurig. Das sahen auch die alten Germanen so und weihten das Rosengewächs ihrer Liebesgöttin Freya. Auf mittelalterlichen Gemälden umrankte es dann die keusche Maria. Die Erdbeere ist eine für alle. Nicht von ungefähr prangt sie auf den Einmachgläsern der Firma Weck. Wessen Aroma sollte man bewahren wollen, wenn nicht das Ihre? Die Gartenerdbeeren unserer Tage allerdings entstammen der Neuen Welt. Im 18. Jahrhundert kreuzten Franzosen die nordamerikanische Scharlach- und die südamerikanische Chile-Erdbeere. Die so entstandene „Ananas-Erdbeere“, ein Kind des Kolonialismus, ist die Urmutter aller modernen Sorten.

Wie Rubine leuchten die ersten Exemplare der Saison im Korb. Sonnenwarm vom Stiel genascht, erwecken sie alle Sommer der Erinnerung zum Leben. Erdbeeren, die es bis in die Küche schaffen, vertragen sich gut mit Quark oder mildem Weichkäse. Ihre Karamellaromen lassen sie neben gerösteten Haselnüssen glänzen. Ihrer feinen Säure wegen liegen sie auf einer Wellenlänge mit Rhabarber und Balsamicoessig. Ihre grünen Noten docken perfekt an Avocado und Gurke an. Und trotz ihrer Süße enthalten sie kaum Kalorien, dafür viel Kalium, Kalzium, Eisen und sogar mehr Vitamin C als Zitronen.

Nur eine Sache muss noch auf den Tisch: Botanisch gesehen sind Erdbeeren gar keine Beeren, ja nicht einmal Früchte, sondern Scheinfrüchte. Alles Fleischige, Saftige – nichts als verdickte Blütenachse. Das eigentliche Obst sind die winzigen Kerne, die in der Konfitüre stören. Und wo wir schon dabei sind: Erdbeeren sind auch keine Pilze, schon gar keine halluzinogenen. Obwohl man darauf kommen könnte, wenn man den Beatles dabei zusieht, wie sie im Video zu Strawberry Fields Forever mit ernsten Mienen über eine Wiese hüpfen, die so traurig aussieht, wie der Song klingt. Was auch immer die vier Pilzköpfe da intus hatten, Erdbeeren waren es wohl nicht. Doch egal, wovon das Lied in Wirklichkeit handelt: Erdbeerfelder für immer!

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

Der
globale Nager

Reisefreudig, anpassungsfähig: Die Ratte ist das Mottotier der Gegenwart. Hier erklärt sie uns, was sie auszeichnet

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Die
Retterin der
Meere

Sylvia Earle ist eine Legende der Ozeanforschung und kämpft für den Schutz der Meere. Wir haben sie gefragt, wie er gelingen kann und warum Tauchen auch ein Sport fürs Alter ist

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Glo­ba­li­sie­rungs­geg­ner:
Zustand kritisch

Einst war sie groß und neu. Heute müht sich die Antiglobalisierungsbewegung, richtig wahrgenommen zu werden

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Miese
Masche

Nylonstrümpfe sind Teil des Schönheitsideals der westlichen Welt. Das hat Folgen – auch ökologische

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Geht doch!

Greenpeace Magazin - Geht doch: Zurück für die Zukunft

Zurück für die Zukunft

Bayern: Gelungenes Comeback der Wildkatze

Greenpeace Magazin - Geht doch: Gutes statt Plastik

Gutes statt Plastik

Großbritannien: Queen Elisabeth geht mit gutem Beispiel voran

Greenpeace Magazin - Geht doch: Verbieten erlaubt

Verbieten erlaubt

Kanada: Grizzlybären dürfen nicht mehr gejagt werden