Reports / Meinungen / Interviews

Heraus zum 20. September!

Heraus zum 20. September!

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal sieht sie dem weltweiten Klimastreik gespannt entgegen.

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Montag, 16. September 2019

Daily Navigator

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Weich­ma­cher in Kin­der­kör­pern, Proteste gegen die „Autokratie“ und eine Unbekannte, die die Grünen-Spitze anstrebt

Liebe Leserinnen und Leser,

Tiere spielen in der Geheimdienst-Popkultur keine große Rolle. Am bekanntesten ist noch die weiße Katze auf dem Schoß von Bond-Bösewicht Blofeld in der Agentenreihe. Warum? Eine Antwort könn­ten jetzt bekanntgewordene Versuche des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA geben: Dem­nach taugen Tiere nicht als SpioneWie ZDF-heute berichtet, versuchte die CIA jahrzehntelang, Katzen, Delfine und Vögel zu animalischen Agenten auszubilden – mit mäßigem Erfolg. Am vielver­sprechendsten war noch Rabe „Do Da“. Doch der fliegende Spion in spe ging 1974 bei einer Trai­nings­mission verloren – nachdem er von feindlich gesinnten Artgenossen attackiert worden war.

Auch Delfine erfüllten ihren Zweck nicht: In Projekten Mitte der 60er-Jahre wurde erforscht, ob die Meeressäuger menschliche Taucher ersetzen und Sprengstoff an Schiffen anbringen können. Die Programme wurden alsbald aufgegeben

Möglicherweise hat das Ganze aber auch nichts mit mangelnder Befähigung zu tun. Vielleicht sind Tiere einfach zu schlau, um sich für menschliche Konflikte missbrauchen zu lassen.

In diesem Sinne: Einen friedvollen Montag!

Das Team vom Navigator

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Umweltbundesamt: Weichmacher bei fast allen Kindern nachweisbar

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Nahezu alle Kinder und Jugendliche weisen laut einer unveröffentlichten Studie des Umweltbundes­am­tes und des Robert Koch-Instituts Plastikinhaltsstoffe im Körper auf. Für einen Teil der 15 unter­suchten Stoffe existieren keine gesundheitskritischen Grenzwerte. Bei denen, für die es welche gibt, wurden diese bei zwei Verbindungen überschritten, wie Spiegel Online meldet. Fokus der Studie, die in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen zur Belastung der Bevölke­rung mit Chemierückständen zitiert wird, war das „Human-Biomonitoring“ von 3- bis 17-Jährigen. In Urinproben wurden bei 97 bis 100 Prozent der 2.500 Teilnehmer Rückstände von 11 der 15 geteste­ten Stoffe nachgewiesen, vorrangig von in Plastik enthaltenen Weichmachern. „Wirklich besorgnis­erregend“ ist laut Marike Kolossa-Gehring, Toxikologin beim Umweltbundesamt und Mitautorin der Studie, „dass die jüngsten Kinder als die sensibelste Gruppe am stärksten betroffen sind“.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Kampf gegen die „Autokratie“ vor der IAA

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Mehrere hundert Demonstranten des Bündnisses „Sand im Getriebe“ haben am Sonntag den Haupt­eingang der IAA in Frankfurt und einen weiteren Zugang blockiert. In weiße Anzüge gekleidet, hielten sie Plakate hoch – mit Forderungen wie „Autos sind überholt“, „Autokonzerne entmachten“ und „Die Straße ist besetzt – Verkehrswende jetzt“. Einige Demonstranten umkreisten das Gelände mit dem Fahrrad und sorgten so für Behinderungen. Ziel sei es, „den Ablauf der IAA mit friedlichen Blockaden zu stören“, teilte die Initiative mit. „Wir setzen damit ein deutliches Zeichen gegen das zer­stö­rerische Verkehrssystem, für das die weltgrößte Automesse nach wie vor steht.“ Die Meldung gibt es nachzulesen bei der Hessenschau; eine Reportage von den Protesten hat die Tagesschau.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Klimaschutz-Paket der Koalition: 40 Milliarden Euro fürs Klima?

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Die Koalition ringt weiter um ein Maßnahmenpaket für mehr Klimaschutz, mit dem die soziale Balan­ce gewährleistet ist und die Wirtschaft nicht überfordert wird. Laut einem Medienbericht sollen erste Eckpunkte feststehen: So soll sich das Paket angeblich auf ein Volumen von gut 40 Milliar­den Euro bis 2023 belaufen. Enthalten ist demnach unter anderem eine stärkere Förderung für den Kauf von E-Autos. Immobilienbesitzer sollen zudem mehr Geld erhalten, wenn sie ihre alten Heizungen aus­tauschen. Hauseigentümer, die nicht zu einer Umrüstung bereit sind, könnten den Plänen zufolge dazu gezwungen werden, ohne dass es staatliche Fördermittel gibt. Zudem soll in Küstenregionen die Produktion von Wasserstoff als Energieträger und dessen Weitertransport über spezielle Leitungen vom Bund finanziell unterstützt werden. Gleichzeitig kursierten am Wochenende jedoch auch Be­rich­te, wonach es noch kein Finanztableau gibt. Über die Gemengelage berichtet die taz/dpa.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Delfine im Ärmelkanal mit Chemikalien belastet

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Delfine im Ärmelkanal haben einen „giftigen Cocktail“ aus verschiedenen Industriechemikalien im Körper. Das berichtet ein Team französischer und belgischer Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Scientific Reports. Einige der nachgewiesenen Substanzen, zum Beispiel die Polychlorierten Biphe­nyle (PCB), sind in den meisten Industrieländern seit Jahrzehnten verboten. Nach wie vor sind sie aber in der Atmosphäre, im Boden und eben auch in Gewässern allgegenwärtig. Die aktuelle Studie zeigt, dass sie sich offensichtlich in Tieren anreichern, die wie die Delfine weit oben in der Nahrungskette stehen. Die fettlöslichen Chemikalien würden mit der Muttermilch auch an Jungtiere weiterge­geben, schreiben die Forscher. Im Ärmelkanal lebt eine der größten Delfin-Populationen in Europa – Forscher fordern, die Region zum Schutzgebiet zu erklären. Hintergründe bei der SZ.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Die katholische Kirche hat zur Bewahrung der Schöpfung wenig zu sagen

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In der Klimadebatte ist die katholische Kirche nicht zu hören. Und das bei einem weltweit relevanten Thema, bei dem sie mit den eigenen Inhalten punkten könnte. Ganz zu schweigen von dem pastora­len Auftrag, den Kirche hat, wenn Menschen Angst haben – ob vor Migration oder Klimawandel. Wa­rum reist Papst Franziskus nicht etwa zur katholischen Diaspora nach Grönland, auf dessen immer schneller schmelzendes Eis noch nie ein Papst die Füße gesetzt hat? Warum zieht es ihn in dieser his­to­rischen Stunde, da der Amazo­nas-Regenwald in Flammen aufgegangen ist, nicht umgehend nach Brasilien, um dem katholischen Landeschef Bolsonaro die Leviten zu lesen? Schleswig-Holsteins Mi­nis­terpräsident Daniel Günther (CDU) hat die katholische Kirche unlängst an ihren „zutiefst christ­li­chen“ Auftrag zum Umweltschutz erinnert. Ähnlich sieht das die ehemalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von der SPD: Die Kirche müsse ihre Stimme „deutlich lauter erheben“, fordert sie. Über das große Versäumnis der Katholiken schreibt die Zeit.

Bericht, 6 Minuten Lesezeit

Menschen am Montag: Kirsten Kappert-Gonther will an die Spitze der Grünen

Sie sitzt erst seit zwei Jahren im Bundestag, ist bundesweit bisher kaum bekannt. Nun will Kirsten Kappert-Gonther an der Seite von Cem Özdemir die Fraktion der Grünen führen.

Wer ist die Frau, die wie aus dem Nichts kam? Spiegel Online hat ein Porträt.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Seit dem Hitzesommer 2018 ist klar: Der Klimawandel ist da, und er ist überall. „Überleben in der Heißzeit“ ist ein Heft über die Frage: Gibt es ein richtiges Leben im falschen Klima? Jetzt lesen

Klimaanpassung – 5.19

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Reports / Meinungen / Interviews

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Grüner Knopf: Warum das neue Tex­til­sie­gel wenig bringt

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Verbraucher sollen umwelt- und sozialverträgliche Kleidung künftig am „Grünen Knopf“ erkennen. Doch schon jetzt steht das erste staatliche Textilsiegel in der Kritik.

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30.Aug 2019

Neues aus der Tierwelt

Einfach tierisch // Unsere Leseempfehlung zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal beobachtet sie Tiere aller Art.

Bahamas
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06.Sep 2019

Hurrikan Dorian löst humanitäre und öko­lo­gi­sche Ka­ta­stro­phe aus

Hurrikan Dorian löst humanitäre und ökologische Katastrophe aus

Er ist der schwerste Sturm, der die Bahamas seit Beginn der Aufzeichnungen traf. Hurrikan Dorian hat die Inselkette schwer verwüstet. Das ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe, sondern auch eine ökologische: Experten fürchten, er könnte seltene Tierarten ausgelöscht haben.

Luftverschmutzung
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28.Aug 2019

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Eine neue Studie zeigt, dass die Gefahren von Feinstaub durch den Klimawandel wachsen. Das Umweltbundesamt will die Luftqualität nun mithilfe einer App sichtbar machen – und ein Umdenken anstoßen.

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