Reports / Meinungen / Interviews

Arzneimittel im Trinkwasser: Wie schützen wir uns und unsere Flüsse?

Arzneimittel im Trinkwasser: Wie schützen wir uns und unsere Flüsse?

Arzneimittel gehören nicht in die Umwelt. Trotzdem finden sich in Gewässern immer mehr Spuren von Antibiotika, Blutdrucksenkern und Hormonpräparaten. Auch unser Trinkwasser ist betroffen. Was muss jetzt passieren?

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Freitag, 21. Februar 2020

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Tesla darf Rodung fortsetzen, Pes­ti­zid­her­stel­ler verdienen massiv an hoch­gif­ti­gen Stoffen und geis­ter­haf­te Gletscher

Liebe Leserinnen und Leser,

der rheinische Karneval, in anderen Regionen Deutschlands auch Fasching genannt, gilt nicht umsonst als fünfte Jahreszeit. Der Begriff macht deutlich: Es handelt sich um ein Ereignis au­ßer der Reihe, frei von den üblichen Zwängen, Regeln und Bedenken menschlichen Daseins. Sie ahnen es – an dieser Stelle kommt ein Aber: Denn auch die spaßorientierten Karnevalis­ten machen sich neuerdings ernsthafte Sorgen ums Klima. Und haben bei ihrem lustigen Treiben vor allem ein Problem ausgemacht: die Kamelle. Also jene Süßigkeiten, die von den Umzugswagen aus in die Menge geworfen werden, oft auf dem Boden und schließlich im Müll landen. Deshalb soll es jetzt nachhaltige Kamelle geben. Und ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten: Die vernünftige Variante wird nicht jedem schmecken

Mehr lesen Sie in unserer kleinen, grünen Presseschau. Die letzte für diese Woche – am Montag sind wir dann mit frischen Themen zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Tesla darf Rodung für Fabrik fortsetzen

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Der Elektroautobauer Tesla darf weiter Bäume für seine Gigafabrik im brandenburgischen Grünheide fällen, wie die SZ meldet. Das Berliner Oberverwaltungsgericht (OVG) hob demnach am späten Donnerstagabend den Rodungstopp auf, den die Grüne Liga und der „Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern“ (VLAB) am Samstag erwirkt hatten. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass das Milliardenprojekt von großem Interesse für die Öffentlichkeit und den Investor sei. Außerdem könne Tesla mit einem positiven Ausgang des Genehmigungsverfahrens rechnen. Für den Elektroautobauer drängt die Zeit. Denn wenn im März die Brutzeit beginnt, dürfen keine Bäume mehr gefällt werden. Damit würde sich der Bau der Fabrik um mindestens ein halbes Jahr verzögern. Tesla möchte bereits im Sommer 2021 mit der Produktion von Elektrofahrzeugen beginnen.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Studie: Große Pestizidhersteller machen hohe Umsätze mit gefährlichen Stoffen

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Hersteller von Pestiziden stellen sich gerne als nachhaltige Unternehmen im Dienste von Mensch und Umwelt dar. Darüber, wie groß ihr Umsatz mit hochgiftigen Stoffen ist, schweigen sie sich aus. Zwei NGOs haben deshalb nun Daten eines Branchendienstes für den Agrar­sektor ausge­wer­tet. Demnach machten die fünf größten Hersteller im Jahr 2018 etwa 35 Prozent ihrer weltweiten Erlöse mit sogenannten hochgefährlichen Pestiziden (HHPs). In Ländern mit mittleren oder niedrigen Einkommen lag der Anteil dieser Pestizide am Umsatz sogar bei 54 Prozent. Auch für deutsche Unternehmen ist die Sparte relevant: Bei BASF macht das Geschäft mit hochgiftigen Stoffen etwa 25 Prozent des Umsatzes aus, bei Bayer liege der Anteil sogar bei 37 Prozent. Hintergründe bei der Tagesschau.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Forscher erzeugen Strom aus Luftfeuchtigkeit

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Ob sich der menschgemachte Klimawandel stoppen lässt, hängt stark davon ab, wie wir in Zukunft Energie erzeugen. Einem Team der Universität Massachusetts Amherst ist es jetzt erstmals gelungen, Elektrizität aus Luftfeuchtigkeit zu erzeugen. Dafür konstruierten die Wis­senschaftler ein Gerät namens „Air-Gen“, über das sie in der Fachzeitschrift Nature berich­ten. „Der Strom ist buchstäblich aus der Luft gegriffen", erklärt der Elektroingenieur und Co-Autor der Studie, Jun Yao. Die neue Technologie soll umweltfreundlich, erneuerbar und kos­tengünstig sein. Sie könne selbst in Gebieten mit extrem niedriger Luftfeuchtigkeit wie etwa in der Sahara Strom erzeugen, sagen die Forscher. Und im Gegensatz zu Energiequellen wie Sonne oder Wind funktioniere der „Air-Gen“ sogar in Innenräumen. Mehr bei Spiegel Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Wie riskant ist die erste vegane Anleihe?

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2011 startete Veganz als kleine, vegane Supermarktkette. Doch das Konzept ging nicht auf: Rewe, Edeka & Co. stellten selbst immer mehr vegane Produkte ins Regal. Statt eigener Filia­len bietet Veganz seine Produkte deshalb mittlerweile bei Dis­countern an. Es gibt eine Ko­ope­ration mit Lidl und Aldi – der Umsatz dürfte im vergangenen Jahr um 40 Prozent ge­stie­gen sein. Mit dieser Wachstumsstory will Veganz nun Gelder bei Kleinanlegern einsam­meln. Mit dem Spruch „Investiere ins Klima“ wirbt der Lebensmittel­her­steller für die erste deut­sche vegane Anleihe; 7,5 Prozent Zinsen soll sie jährlich bringen. Das klingt verführe­risch – tatsächlich aber sind die Risiken groß, schreibt die Tagesschau. Denn Veganz ist bilan­ziell überschuldet. Und wie unsicher sogenannte Mini-Anleihen sind, zeigt die Vergangenheit.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Korrekte Kamelle

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Der Ruf nach Kamelle, also nach Süßigkeiten, gehört zum Kölner Karneval wie das obliga­torische „Alaaf“. Doch für Umweltschützer sind die Kamelle zum Pro­blem gewor­den. Schließ­lich werden allein beim großen Rosenmontagszug etwa 300 Tonnen Süßigkeiten in die Men­ge geworfen. Und längst nicht alles davon wird begeistert aufgesam­melt. Vieles bleibt ein­fach liegen und landet schließlich im Müll. Kleine Vereine und auch das Köl­ner Festkomitee experimentieren deshalb mit nachhaltigeren Kamelle. Ganz vor­ne mit dabei ist die Karne­vals­gesellschaft Grüne Rheinfunken: Sie setzt auf Fair­trade-Schoko­lade und Obst- und Gemüsesnacks in Upcycling-Beuteln. Der Deutschlandfunk hat zum Thema recherchiert.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Geisterhafte Gletscher

Noch erscheinen sie als eisige Giganten – doch die steigenden Temperaturen setzen den Glet­schern zu. Der dänische Fotograf Peter Funch hat seinen aktuellen Bildband den ver­schwindenden Massen gewidmet.

Der Guardian zeigt eine Auswahl von Funchs Aufnahmen, die wegen einer speziellen Entwicklungstechnik wie nicht von dieser Welt wirken.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.20 Polarfieber

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Reports / Meinungen / Interviews

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21.Feb 2020

Po­lar­fie­ber – Die Arktis taut rasant

Polarfieber – Die Arktis taut rasant

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal blättert sie für Sie die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins durch.

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18.Feb 2020

Amazon-Werbung: Prahlen mit dem (Betriebs)klima

Amazon-Werbung: Prahlen mit dem (Betriebs)klima

Amazon droht Mitarbeitern mit Kündigung, weil sie ihren Arbeitgeber öffentlich für mangelnden Klimaschutz kritisieren. Dabei wirbt der Konzern gerade für seine angeblich so hervorragenden Arbeitsbedingungen. Die bittere Ironie in unserer Gegenanzeige.

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14.Feb 2020

Irene und ich

Irene und ich

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal geht es ausnahmsweise um die Vergangenheit, die aber bis in die Gegenwart reicht.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Warum die globale Sanitärversorgung so entscheidend ist. Ein Report aus dem Greenpeace Magazin

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Im Warenhaus des Greenpeace Magazins verkaufen wir wieder Textilien – produziert nach strengem Detox-Standard von Greenpeace. Hier können Sie lesen, wie es dazu kam. Ein Produktkrimi

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bis Kanada jetten. Unser Geheimtipp:
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