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Was Sie über den Klimastreik wissen müssen

Was Sie über den Klimastreik wissen müssen

Am Freitag wird in vielen Ländern gegen die vorherrschende Klimapolitik demonstriert. Wir erklären, was diesen Streik von anderen unterscheidet, wer plant mitzumachen und wie Sie selbst aktiv werden können.

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Donnerstag, 19. September 2019

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Land­wirt­schaft verursacht Milliarden-Kli­ma­kos­ten, Trump will strengere Ab­gas­re­geln verbieten und neue Korallen für Jamaika

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben an dieser Stelle schon häufiger die Lanze gebrochen für Tiere ohne Lobby. Auch heute soll es um ein Tier gehen, das seit Ende der 90er Jahre einen eher schlechten Ruf hat: Damals kam der Horrorstreifen „Anaconda“ in die Kinos – und mit ihm schaffte es die gleichnamige Riesenschlange in die Albträume diverser Zuschauer. Jetzt könnten wiederum Filmaufnahmen das Reptilien-Image wiederherstellen: Zwei Profi-Tauchern in Brasilien sind in einem Fluss seltene Aufnahmen einer sieben Meter langen Anakonda gelungen – entgegen landläufiger Befürchtungen haben die beiden ihr Abenteuer überlebt. Die Schlange ließ sich von ihren menschlichen Gästen nicht aus der Ruhe bringen; von mörderischen Tendenzen keine Spur. Am ehesten interessierte sich das Tier noch für die Linse der Kamera, wie ein Clip bei Spiegel Online zeigt.

Von friedlichen Unterwasser-Bewohnern kommen wir zu streitlustigen Erdenbür­gern: Am Freitag ist großer Klimademo-Tag. Auf unserer eigenen Seite sagen wir Ihnen, was Sie im Job beachten müssen, wenn Sie mitstreiken wollen.

Damit verabschieden wir Sie in den Donnerstag – morgen mehr. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Landwirtschaft verursacht Klimakosten von 77 Milliarden Euro

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Wenn am Freitag das Klimakabinett tagt, wird eine Branche kaum etwas zu befürchten haben – die Land­wirtschaft. Im Vergleich zu 1990 soll sie laut dem Klimaschutzplan der Bundesregierung im fer­nen Jahr 2030 zwar gut 30 Prozent weniger Treibhausgase verursachen. Wie genau das geschehen soll, bleibt jedoch rätselhaft. Dass es noch immer keine verbindlichen Einsparziele für die Agrarbran­che gibt, ist für die Verbraucherorganisation Foodwatch „ein Skandal“. Foodwatch hat verschiedene wissenschaftliche Studien ausgewertet, die Aufschluss über die von der Branche verursachten Um­welt­kosten geben. Legt man den vom Umweltbundesamt empfohlenen CO2-Preis von 180 Euro pro Tonne zugrunde, schafft die EU-Landwirtschaft demnach Kosten von 77 Milliarden Euro. „Wer Klima- und Umweltkosten verursacht, muss diese auch bezahlen und darf nicht noch mit Subven­ti­onen aus Steuergeldern belohnt werden“, fordert Foodwatch. Hintergründe bei Spiegel Online.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Trump will Kalifornien strengere Abgasregeln verbieten

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US-Präsident Donald Trump will offenbar dem Bundesstaat Kalifornien das Recht entziehen, weiter­hin strengere Regeln für den Schadstoffausstoß von Autos als auf Bundesebene zu verhängen – die SZ berichtet. Der Konflikt zwischen Kalifornien – das übrigens als Vorreiter beim Klimaschutz gilt – und Washington läuft seit Beginn der Präsidentschaft von Trump. Dieser will die Abgasregeln für Autos lockern. Kali­fornien darf eigene Öko-Standards aufstellen und kann deshalb strengere Vorschriften als auf Bun­des­ebene erlassen. Mehr als ein Dutzend Bundesstaaten ziehen bei diesen Öko-Normen meist mit. Kalifornien hat schon angekündigt, für den Erhalt des Privilegs notfalls bis zum Obersten Gerichtshof zu gehen.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Anteil der Mehrwegflaschen sinkt

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Der Anteil von Mehrwegverpackungen bei Getränken ist nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) weiter gesunken. Im Jahr 2017 wurden demnach nur etwa 42 Prozent der Getränke in Mehr­weg­flaschen abgefüllt. Das waren noch einmal 0,5 Punkte weniger als 2016. Der Mehrweganteil liegt damit nach wie vor deutlich unter dem im Verpackungsgesetz vorgegebenen Ziel von 70 Prozent. Einwegkunststoffflaschen erreichten zuletzt einen Marktanteil von 52 Prozent, Dosen liegen bei vier Prozent. Mehrwegflaschen aus Glas können 50 Mal – PET-Mehrwegflaschen 20 Mal befüllt werden. Da Getränkeverpackungen mehr als ein Viertel der deutschen Verpackungsabfälle ausmachen, würde ein höherer Mehrweganteil den Verpackungsabfall deutlich reduzieren, mahnt das UBA. Die Meldung hat n-tv.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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CO2-Ausstoß der Bundeswehr: Auf Kriegsfuß mit dem Klimaschutz

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Beim Klimaschutz hat die Armee in den vergangenen fünf Jahren praktisch keine Fortschritte ge­macht. Die CO2-Emissionen der Bundeswehr aus Infrastruktur und Mobilität im Inland liegen mit 1,7 Millionen Tonnen 2018 nur um 0,3 Prozent niedriger als 2014. Das geht laut taz aus einer Antwort des von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geleiteten Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Staatssekretär Thomas Silberborn schreibt in seiner Antwort dennoch, die „Bemühungen der Bundeswehr um Treibhausgasemissionen“ hätten zu „beträchtlichen Erfolgen“ geführt. Um das zu belegen, nutzt er als Vergleichsmaßstab das Jahr 2015, in dem die Emissionen deutlich angestiegen waren – und kommt damit für das Jahr 2018 auf einen Rückgang der Emissionen um 4,5 Prozent. Dieses Vorgehen empört die friedenspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Kathrin Vogler: „Die Bundeswehr betreibt mit diesen Zahlen Greenwashing.“

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Wie Naturschützer in Jamaika Korallenriffe wieder aufforsten

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Everton Simpson befestigt seinen Sauerstoffbehälter und lässt sich rückwärts ins Meer fallen. Unten auf dem Meeresboden macht er sich an seine Arbeit, zieht sozusagen Korallen auf, um sie dann zu ver­pflanzen – dort, wo sie beson­ders benötigt werden. Simpson ist „Korallengärtner“, Teil einer Be­we­gung, die es sich zum Ziel ge­setzt hat, Jamaikas Korallenriffe zu retten. Einst reichlich vorhanden, sind diese nach einer Reihe von Naturkatastrophen und menschlichen Eingriffen in den 1980er und 1990er Jahren um 85 Prozent geschrumpft. Das hat sich wiederum auf den Fischbestand ausge­wirkt. Die Bemühungen zur Rettung von Jamaikas Korallenriffen liefen vor etwa zwei Jahrzehnten an – mittlerweile sind mehr als ein Dutzend „Korallenschulen“ und Fischschutzzonen entstanden. Betrie­ben werden sie von Gras­wur­zel-Gruppen und Stif­tungen; finanzielle Unterstützung bekommen sie von örtlichen Unterneh­men sowie Jamaikas Regierung. ZDF-heute/AP war vor Ort.

Reportage, 4 Minuten Lesezeit

Denkzettel am Donnerstag: „Sie bemühen sich nicht genug. Sorry!“

Greta Thunberg weilt derzeit bekanntermaßen in den USA. Von New York, wo sie Ende August mit einer Rennyacht ankam, hat es die junge Aktivistin mittlerweile ins politische Zentrum Amerikas geschafft: In Washington besuchte sie zuletzt eine Sitzung der Senatstaskforce „Klimakrise“.

Auch dort gab es für die von Thunberg initiierte „Fridays for Future“-Bewegung nette Worte. Doch die wurden nicht so aufgenommen, wie die Politiker sich das wohl erhofft hatten. „Sparen Sie sich Ihr Lob“, sagte Thunberg einem Guardian-Bericht zufolge: „Bitte laden Sie uns nicht ein, um uns zu sagen, wie inspirierend wir sind, ohne gleichzeitig etwas zu tun – das führt zu nichts.“

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

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Seit dem Hitzesommer 2018 ist klar: Der Klimawandel ist da, und er ist überall. „Überleben in der Heißzeit“ ist ein Heft über die Frage: Gibt es ein richtiges Leben im falschen Klima? Jetzt lesen

Klimaanpassung – 5.19

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