Reports / Meinungen / Interviews

Wie Banken das Klima anheizen

Wie Banken das Klima anheizen

Privatbanken investieren weiterhin kräftig in fossile Brennstoffe, trotz Klimawandel ist die Tendenz steigend. Das belegt ein neuer Report von mehreren Umweltschutzorganisationen. Sie fordern: Der Finanzsektor muss endlich Verantwortung übernehmen

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Donnerstag, 9. April 2020

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Daily Navigator: Grüne fordern Corona-Hilfen für arme Länder, Forscher entdecken Kli­ma­schüt­zer-Bakterien und Panda-Paarung

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch herumgewälzt haben, lag das mög­licherweise nicht nur all den Sorgen, die einen dieser Tage Corona-bedingt umtreiben können. Sondern, relativ profan, am Vollmond. Der strahlte sieben Prozent größer und 14 Prozent heller auf die Erde als sonst. Bevor wir Sie in das lange Osterwochenende und auf die traditionelle Jagd nach kleinen ovalen Dingern schicken, weisen wir Sie deshalb aus gegebenem Anlass noch auf ein großes rundes Ding hin: Spiegel Online dokumentiert den größten Vollmond des Jahres 2020, wie er sich an verschiedenen Orten auf der Welt zeigte. Ausgeschlafen lässt sich die Naturschönheit ja viel besser genießen – und für alle „Fotos am Freitag“-Fans mag es eine kleine Entschädigung sein.

Ab kommendem Dienstag fliegen wir dann wieder wie gehabt in Ihr Postfach. Haben Sie ein rundes Fest!

Das Team vom Navigator

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Grüne fordern Corona-Milliarden für arme Länder

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Die Ausbreitung des Coronavirus bedroht vor allem die ärmsten Länder der Welt. Die Grü­nen fordern daher die internationale Gemeinschaft, aber auch konkret die Bundesregierung auf, diese Staaten stärker zu unterstützen. In einem Positionspa­pier dringen die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter gemein­sam mit Fachpolitikern darauf, dass die Vereinten Nationen die Corona-Pandemie als „Ge­fahr für die Menschheit und den Weltfrieden“ benennen. Die UN solle eine Corona-Taskforce sowie einen Corona-Hilfsfonds zur Unterstützung von Staaten mit schwachem Ge­sundheitssystem einrichten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll nach den Vorstel­lungen der Grünen einen festen Platz im Kreis der G20-Staaten erhalten. Deutschland müsse seine Zahlungen an die WHO „substantiell aufstocken und verstetigen“. Die Bundesregierung wird aufgefordert, „kurzfristig mindestens zwei Milliarden Euro zusätzlich für Entwicklungs­zu­sammenarbeit und humanitäre Hilfe“ bereitzustellen. Mehr bei Spiegel Online.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Linke wollen Klimasünder bei Konjunkturhilfen ausschließen

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Die Linke-Fraktion im Bundestag fordert, CO2-intensive Geschäftsmodelle in der Coronakrise von Konjunkturhilfen auszuschließen. Das geht aus einem internen Positionspapier hervor, das die Fraktion in der kommenden Sitzungswoche verabschieden will, wie Spiegel Online berichtet. Billigflieger, Kohlekraftwerke und andere Projekte zur fossilen Energieversorgung dürften keine Unterstützung erhalten, heißt es in dem Papier. Denn ihre Geschäftsmodelle seien „in der kommenden kohlestoffarmen Welt“ ohnehin nicht mehr realisierbar. Sinnvoll seien stattdessen Sonderprogramme für klimafreundliche Wirtschaftszweige wie die Elektromobilität. In der Finanzkrise ab dem Jahr 2007 hätten Konjunkturprogramme zwar viele Jobs gerettet, aber der Umwelt eher geschadet, erläutert der Energie- und Klimapolitiker Lorenz Gösta Beutin das Papier. Als Beispiel führt er die Abwrackprämie aus dem Jahr 2009 an. 

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Forscher entdecken Klimaschützer-Bakterien

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In Zeiten der globalen Angst vor einem Virus hat man es als Mikrobe nicht leicht. Da kommt es gerade recht, dass Forscher der US-Universität Purdue nun in der Arktis Bakterien gefun­den haben, die offenbar die Belastung der Atmosphäre mit dem hochwirksamen Klimagas Methan reduzieren – es gilt als eine der gefährlichsten „Kohlenstoffbomben“ des Planeten. Treffen ihre Ergebnisse, die in der Fachzeit­schrift Nature Climate Chan­ge veröffentlicht wurden, zu, könnten die Methan-Emissio­nen zwar zunehmen, aber „viel ge­ringer sein als ursprünglich angenommen“. Die Wissenschaftler entdeckten, dass die „me­tha­notrophen“ Mikroben des arktischen Hochlands das Gas als Energiequelle nutzen. Dort, wo die winzigen Klimaschützer das Gas verbrauchen, gelangt weniger Methan in die Atmosphäre – und zum Glück leben sie in 87 Prozent aller Böden. Eine Zusammenfassung bietet die taz.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Panda-Liebe in Zeiten der Pandemie

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Die Pandas Ying Ying und Le Le leben seit 2007 zusammen in einem Zoo in Hongkong – weit­gehend sexlos. Doch kaum hat der Ocean Park bedingt durch das Corona­virus geschlossen, haben die Pandabären ihr Paarungsinteresse (wieder)entdeckt. Der Zoo veröffentlichte be­reits eine begeisterte Mitteilung und Fotos, die die Tiere in inniger Umar­mung zeigen, wie die SZ berichtet. Ob die Pandas wirklich mehr Lust auf Fortpflanzung hatten, weil sie sich plötz­lich nicht mehr ständig beobachtet fühlten, ist nicht ganz klar. Manche Fachleute ver­mu­ten, dass sich Zootiere jetzt, wo sie wegen Covid-19 außer ihren Pflegern kaum noch Ge­sellschaft haben, langweilen und träge werden könnten, auch in puncto Sex. Für die Hong­konger Pan­das kommt dazu, dass die Schließung des Tierparks auch mit ihrer natür­li­chen Fortpflanzungszeit zusammengefallen ist – die liegt zwischen März und Mai.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Hummeln – lernbehindert und orientierungslos durch Insektizide

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Insektizide tref­fen nicht nur Blattläuse oder Kartoffelkäfer. Auch Bienen und Hummeln neh­men die Gift­stoffe auf. Besonders in Verruf geraten sind Neonikotinoide – schon geringe Do­sen können das Verhalten der kleinen Flieger negativ beeinflussen, beispielsweise die Orien­tierung erschweren und die Lernfähigkeit mindern, wie jetzt Wissenschaftler des Imperial College London herausgefunden haben. Als Forschungsobjekte dienten für kommerzielle Zwe­cke gezüchtete Erdhummeln. In Experimenten sollten die Hummeln lernen, wie eine be­stimmte Duftnote mit einer süßen Belohnung daherkommt. Dabei schnitten Insekten, die dem Neonikotinoid Imidacloprid ausgesetzt waren, signifikant schlechter ab als ihre unbelas­te­ten Artgenossen. Frühe Kontakte mit Imidacloprid prägten das Nervensystem der Hum­meln so nachhaltig, dass die betroffenen Tiere auch auf lange Sicht keine normalen geistigen Fähigkeiten entwickelten. Die Meldung hat die FAZ.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Denkzettel am Donnerstag: Gebt die Straßen frei!

Die Sonne scheint, die Menschen wollen raus: In den Parks und auf den Radwegen wird es gefährlich eng.

Die Straßen dagegen sind leer – Zeit, Platz zu schaffen, findet Hannes Leitlein bei Zeit Online.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.20 Polarfieber

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Die Arktis taut. Was Forscher jetzt entdecken und wie die Industrie auf Beutezug geht. Ab sofort in der neuen Ausgabe des Greenpeace Magazins

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Reports / Meinungen / Interviews

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03.Apr 2020

Mama, Papa, Corona

Mama, Papa, Corona

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Und fragt sich: Ist das jetzt Science-Fiction, oder habe ich ein Déjà-vu?

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27.Mär 2020

Verlierer, Gewinner und Menschen wie du und ich

Verlierer, Gewinner und Menschen wie du und ich

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Vorgedrängelt hat sich wieder mal dieser Virus, aber von dem lassen wir uns nicht unterkriegen.

pandemie
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31.Mär 2020

Die Co­ro­na­kri­se ist men­schen­ge­macht

Die Coronakrise ist menschengemacht

Weltweit warnen Forscher seit Jahren vor dem ungebremsten Eingreifen der Menschen in die Natur. Denn dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass gefährliche Viren von Tieren auf Menschen überspringen. Ein chinesischer Forscher sagte sogar den aktuellen Covid-Ausbruch voraus.

#zuhausebleiben
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24.Mär 2020

Wei­ter­ma­chen, Anpacken und Zuhören im Aus­nah­me­zu­stand

Weitermachen, Anpacken und Zuhören im Ausnahmezustand

Viele Menschen müssen angesichts der Corona-Pandemie Zuhause bleiben – doch auch von dort können Engagement und Kultur weitergehen. Wir zeigen wie und wo

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Ge­heim­nis­se aus eisigen Tiefen

Was Forscher in Eishöhlen am Ende der Welt herausfinden: ein Bericht aus unserer Arktis-Ausgabe

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Toiletten für alle

Warum die globale Sanitärversorgung so entscheidend ist. Ein Report aus dem Greenpeace Magazin

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Er ist ein junges Gemüse und gedeiht ohne Sonne. Das ist kein Grund, Cichorium intypus varietas foliosum als Kellerkind zu behandeln. Wer aus dem Spross nur Salat macht, hat nix in der Rübe. Unser Gemüse der Saison im Porträt

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Manchen gilt sie als Wurzel aller Übelkeit, anderen als neuer Stern am Gastrohimmel. Den meisten aber ist sie schlicht egal. Das ist Lebensmittelverschwendung. Denn Pastinaca sativa kann so viel mehr als nur ein bisschen Babybrei
 

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Von der Steinzeit bis heute, von Aufstrich bis Auftritt – die Nuss der Nüsse hat es in sich. Sie ist nicht nur reif, sie ist filmreif. Es ist an der Zeit, Corylus avellana in Leinwandgröße zu bewundern
 

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Golden und giftig, teuer und treulos, süß und salzig – Solanum lycopersicum steckt voller vermeintlicher Gegensätze, die in Wahrheit wunderbar zusammenpassen

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Ob Toilettenpapier oder Gartenstuhl – zu Hause gibt es immer mehr Recyceltes. Fehlt nur noch das Haus selbst
 

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Mensch, warum strebst du stets nach mehr? Um deinen Lebensraum zu erhalten, musst du lernen, die Füße hochzulegen

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Im Warenhaus des Greenpeace Magazins verkaufen wir wieder Textilien – produziert nach strengem Detox-Standard von Greenpeace. Hier können Sie lesen, wie es dazu kam. Ein Produktkrimi

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